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Umland Radebeuls Stadträte stoppen Pläne für Hohenhaus-Gärtnerei
Region Umland Radebeuls Stadträte stoppen Pläne für Hohenhaus-Gärtnerei
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16:49 07.11.2018
Seit vielen Jahren liegt die einstige Hohenhaus-Gärtnerei an der Mittleren Bergstraße in Zitzschewig brach. Daneben und auf der anderen Straßenseite stehen Häuser. Quelle: Foto: Kuhnert
Radebeul

Der Hickhackkurs des Radebeuler Stadtrates in Bezug auf die ehemalige Gärtnerei des Hohenhauses im Stadtteil Zitzschewig geht weiter. Die Mediba Bau- und Projektgesellschaft saniert auf dem brachliegenden Areal an der Mittleren Bergstraße derzeit das ehemalige Gärtnerhaus. Auch das frühere Heizhaus soll erhalten und erweitert werden. Zudem möchte der Investor auf dem Grundstück vier Einfamilienhäuser bauen. Im Mai 2016 lehnte der Stadtrat das Vorhaben ab. Voriges Jahr gab er der Mediba Bau- und Projektgesellschaft auf einmal grünes Licht, ein Planverfahren für eine Wohnbebauung einzuleiten. Am Dienstagabend stoppte jedoch der Stadtentwicklungsausschuss den vorhabenbezogenen Bebauungsplan.

Nur zwei Ausschussmitglieder wollten die aktuelle Entwurfsplanung billigen und die Öffentlichkeitsbeteiligung mit der Auslegung der Planunterlagen starten. Drei Räte waren dagegen und bildeten somit bei zwei Enthaltungen eine knappe Mehrheit. Das Projekt einer Bebauung mit Einfamilienhäusern auf dem Grundstück der ehemaligen Gärtnerei, die einst der Pflege des Hohenhaus-Parks diente, liegt damit auf Eis.

Eine Wohnbebauung des Areals ist nicht unproblematisch. Einerseits liegt die Fläche im Landschaftsschutzgebiet. Andererseits ist sie von einer denkmalgeschützten Mauer umgeben. Das Ansinnen des Investor war anfänglich im Jahr 2016 an den Stadträten gescheitert, die aus Prinzip auf alten Beschlüssen beharren, dass an diese Stelle keine Siedlungshäuser gebaut werden dürfen.

Auf Antrag der Stadtratsfraktion Bürgerforum/Grüne suchte die Stadtverwaltung im Frühjahr 2017 erneut das Gespräch mit dem Grundstückseigentümer sowie dem Vorhabenträger Mediba Bau- und Projektgesellschaft GmbH, die daraufhin einen Antrag auf Einleitung des Planverfahrens stellten, was schließlich im Sommer vorigen Jahres in der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplan mündete. Auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstagabend waren jedoch die beiden Stimmen der Fraktion Bürgerforum/Grüne ausschlaggebend, dass das Projekt nun wieder ruht.

Stein des Anstosses war die Größe der Garagen. Nach der Entwurfsplanung sollten die Häuslerbauer neben ihren vier Wänden überdachte Unterstellmöglichkeiten für ihre Pkw errichten dürfen. Die Denkmalschutzbehörde gibt dafür ihr Okay, wenn die Garagendächer nicht die Oberkante der geschützten Grundstücksmauer überragen. „Sie dürfen nicht oben rausschauen“, wie Uwe Queißer von der Projekt- und Investorenleitstelle im Rathaus sagte.

„Mit rund 60 Quadratmetern Stellfläche kann ich nicht mitgehen“, monierte allerdings Eva Oehmichen, Fraktionschefin von Bürgerforum/Grüne: „Da passen ja zwei Autos drauf.“ Worauf Queißer sagte, dass dies vonseiten des Investors so gewollt sei. Das überzeugte Oehmichen nicht. Sie war eine derjenigen Räte, die die Entwurfsplanung ablehnten.

Zu diesem Kreis gehörte auch Wolfgang Jacobi (CDU). In fast jeder Ausschusssitzung beschwert er sich über Fahrzeuge, die im Stadtgebiet auf Gehwegen halb oder ganz abgestellt sind. Die Größe der Garagen hat seine Entscheidung jedoch wohl weniger beeinflusst. Von Anfang an saßen die größten Kritiker und Gegner einer Wohnbebauung des einstigen Gärtnereiareals in den Reihen der Christdemokraten.

Von Silvio Kuhnert

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