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Radebeuls Schiller-Grundschüler sollen ein neues Hortgebäude bekommen

Kinderbetreuung Radebeuls Schiller-Grundschüler sollen ein neues Hortgebäude bekommen

Für die Schiller-Grundschüler plant die Stadt Radebeul den Bau eines neuen Hortgebäudes. Für 3,1 Millionen Euro soll der Neubau an der Ecke Schilden-/Pestalozzistraße ab Frühjahr 2019 entstehen.

Die Visualisierung veranschaulicht den Blick aus Richtung Norden auf den künftigen Schillerhort. Die Horteinrichtung wird ein zweigeschossiger, winkeliger Bau mit einem langgezogenen Lichthof sein.

Quelle: Visualisierung: O+M Architekten und Landschaftsarchitekten Otto + Richter

Radebeul. Für die Hortkinder der Friedrich-Schiller-Grundschule bahnt sich der Bau eines neuen Gebäudes an. An der Ecke Pestalozzi-/Schildenstraße soll der künftige Schillerhort entstehen. „Damit wird ein Problem an der Schule gelöst“, sagt OB Bert Wendsche (parteilos). Wenn der Stadtrat am Mittwochabend grünes Licht für das Vorhaben gibt, sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2019 beginnen.

Derzeit sind die Hortkinder der Grundschule auf mehrere Gebäude verteilt. So werden die Mädchen und Jungen nach Schulschluss teilweise im Flachbau auf dem Schulgelände sowie in Kellerräumen des benachbarten Pestalozzihaus sowie des Schulgebäudes selbst betreut. Einige besuchen eine Kita an der Gartenstraße. Im neuen Hortgebäude seien die Kinder an einem Standort konzentriert, nennt das Stadtoberhaupt als Hauptbeweggrund für die Errichtung des insgesamt rund 3,1 Millionen Euro teuren Neubaus.

Für die Fertigstellung hat sich der Rathauschef ein sportliches Ziel gesetzt. Ende 2019, spätestens aber im Frühjahr 2020 sollen 170 Grundschüler in den neuen Schillerhort einziehen. Die freiwerdenden Räume im Flachbau und dem Pestalozzihaus kann dann das Lößnitzgymnasium nutzen, das sich den Schulstandort gegenüber dem Rathaus mit der Schiller-Grundschule teilt. Im Grundschulgebäude stehen die Kellerräume nach dem Auszug der Hortkinder dem Werkunterricht komplett zur Verfügung.

Für das neue Haus hatte die Lößnitzstadt einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Gewinner war das Dresdner Büro „O+M Architekten und Landschaftsarchitekten Otto + Richter“. Man kann sich das geplante Gebäude vom Grundriss her wie eine Eins vorstellen, deren Fuß nach rechts abgeknickt ist. Auf diese Weise haben die Planer erreicht, dass sich der winkelige zweigeschossige Bau in der einen Ecke an die Häuserflucht der Pestalozzistraße, am entgegengesetzten Ende an die Flucht entlang der Schildenstraße einfügt. Durch den etwas zurückgesetzten Mittelteil bleibt zudem zwischen Straßenkreuzung und Gebäude etwas Grünfläche erhalten, was repräsentativ wirken soll, aber auch aus Lärmschutzgründen sinnvoll ist. Im Gebäude selbst gibt es einen langgezogenen Lichthof über beide Etagen, der als Begegnungsraum fungieren soll.

Die Eingangstür befindet sich nicht an der Straßenseite, sondern hinter dem Haus an der Gartenseite. Aus Sicherheitsgründen für die Kinder sei der zentrale Eingang hinten, informiert Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Er zerstreut auch Bedenken hinsichtlich der bis zu 300 Meter Entfernung des Hortgebäudes vom Schulhaus. Im Zuge des Ausbaus der Pestalozzistraße wurde ein zwei Meter breiter Fußweg angelegt. Er bietet ausreichend Platz für die Schülergruppen, wenn sie vom Schulhaus zum Hort laufen. Zudem müssten sie auf ihrem Weg keine Straße queren, so Müller.

Obwohl der Baubeginn erst in einem reichlichen Jahr erfolgt, müssen die Stadträte den Baubeschluss für die Horteinrichtung bereits jetzt fällen. Denn die Entscheidung ist Voraussetzung, dass die Stadt Fördermittel beantragen kann. Aus dem Fördertopf für das Sanierungsgebiet Radebeul-Ost sollen bis zu rund 1,4 Millionen Euro in das Vorhaben fließen.

Von Silvio Kuhnert

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