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Umland Radebeuler verursachte Funkloch in Niederlößnitz
Region Umland Radebeuler verursachte Funkloch in Niederlößnitz
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13:00 06.02.2019
Nach rund zweistündiger Verhandlung bekannte sich Ralf K. schuldig. Quelle: dpa/Uli Deck
Radebeul

Wer die Stromversorgung eines Funkmasten kappt, begeht eine Straftat. Diese Lektion musste ein Radebeuler vor dem Amtsgericht Meißen lernen. Ralf K. wurde vorgeworfen, sich wegen Störung von Telekommunikationsanlagen nach Paragraf 317 Absatz 1 Strafgesetzbuch schuldig gemacht zu haben. Er soll im Juli 2017 den Strom zu der Antenne des Mobilfunknetzanbieters Telefonica auf seinem Hausdach einen Monat lang unterbrochen und so für ein Funkloch im Stadtteil Niederlößnitz gesorgt haben.

Der Angeklagte äußerte sich zu dem Vorwurf nicht, sondern ließ eine Erklärung durch seinen Anwalt verlesen. Danach hatte er das Haus im März 2017 gekauft. Vor und während des Zeitraumes mit der Funkstörung sei er jedoch nicht in der Lößnitzstadt gewesen, da er wegen einer Sprungverletzung seine damalige Wohnung in Köln nicht verlassen konnte.

Zeugenaussagen von Mitarbeitern von Telefonica zeichneten während der Verhandlung unter Vorsitz von Amtsrichterin Ute Wehner ein anderes Bild. An die IT-Überwachung in der Zentrale in München meldete die Funkantenne am Tag, als sie nach einem Monat Ausfall wieder automatisch hochfuhr, eine Störung wegen Stromunterbrechung.

Als ein Telefonica-Mitarbeiter den Hauseigentümer zwei Wochen zuvor am Telefonhörer hatte, soll der Angeklagte Ralf K. gesagt haben, dass er den Strom abgeschaltet habe und ihn erst wieder anschalte, wenn er 2000 Euro als Vorschuss für die Stromrechnung bekomme. Was er allerdings nicht bedachte war, dass die Antenne einen eigenen Zähler hat. Ihr Betreiber rechnet die Energiekosten nicht über den Hausbesitzer ab, sondern zahlt sie direkt an den Stromversorger.

Nach rund zweistündiger Verhandlung bekannte sich Ralf K. schuldig. Er muss nun eine Geldstrafe zahlen. Die Höhe wird noch festgesetzt.

Von SK

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