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Radebeuler Stadtgalerie präsentiert Schenkungen

Neue Ausstellung Radebeuler Stadtgalerie präsentiert Schenkungen

Erst kürzlich erhielt die Stadtgalerie wieder einige Schenkungen für die Kunstsammlung. Nun wird dieser und weiteren künstlerischen Gaben eine eigene Ausstellung gewidmet. Ausgewählte Stücke der Schenkungen von vier Radebeuler Künstlern sind ab dem 10. Februar in der Stadtgalerie zu bestaunen.

Auch Skizzenbücher, Briefe und eine gut genutzte Palette sind in der Ausstellung zu bestaunen.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul. Erst kürzlich erhielt die Stadtgalerie wieder einige Schenkungen für die Kunstsammlung. Nun wird dieser und weiteren künstlerischen Gaben eine eigene Ausstellung gewidmet. Ausgewählte Stücke der Schenkungen von vier Radebeuler Künstlern – Dieter Beirich, Horst Hille, Dieter Melde und Paul Wilhelm – sind ab dem 10. Februar in der Stadtgalerie zu bestaunen. „Die Ausstellung ist der Auftakt zu unserem großen Dreifach-Jubiläum in diesem Jahr“, erklärt Stadtgaleristin Karin Baum. Seit nunmehr 35 Jahren gibt es die Stadtgalerie der Lößnitzstadt, seit 20 Jahren in ihrem neuen Domizil in Altkötzschenbroda. Und auch die Städtischen Kunstsammlungen feiern in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen.

Drei der vier Künstler sind bereits verstorben. Damals durfte sich die Stadtgaleristin in den Ateliers der Maler und Grafiker nach Schätzen umschauen. „Das waren schon fast Rauminstallationen. Es war nicht leicht, sich für die schönsten Sachen zu entscheiden“, erinnert sich Karin Baum. Natürlich hatten auch die Hinterbliebenen ein Mitspracherecht, welche Werke in das Depot der Stadtgalerie wandern. Karin Baum fotografierte zunächst die Ateliers, bevor sie eine Auswahl traf. Einige Fotografien sind auch in der Ausstellung zu sehen. Sie geben einen kleinen Einblick in das Schaffen der Künstler. Die Werke könnten unterschiedlicher nicht sein. Dieter Melde, geboren 1941 in Dresden und gestorben 2015 in Bautzen, war ein Liebhaber der floralen Kompositionen mit verschiedenen Materialien und Strukturen. Er lernte das Handwerk eines Dekorationsmalers und lernte an der Abendschule der HfBK Dresden Malerei und Grafik. Ein Direktstudium wurde ihm aus politischen Gründen verwehrt. Die Werke von Horst Hille, welche in der Stadtgalerie zu sehen sind, zeichnen sich durch eine Detailliertheit und durch politische Interpretationsmöglichkeiten aus. Der gelernte Maurer ist im heutigen Usti (Tschechien) geboren und beschäftigte sich autodidaktisch mit Malerei und Kleinplastik. „Wenn es mir gelingt, mich selbst zu finden, indem ich male, was ich empfinde oder schön finde, so ist mir wohl geholfen und ich bin glücklich“, sagte er 1970 über seine künstlerische Tätigkeit. 2015 verstarb er in Radebeul. Die liebsten Motive von Dieter Beirich sind die Berge und Bäume. Das wird auch in der Ausstellung deutlich. Er experimentiert mit Farben und Flächen, erzeugt damit ganz besondere Stimmungen. Der seit 1959 in Radebeul lebende Maler erlebte seit der Rente eine zweite künstlerische Hochphase. Ganze 40 Werke schenkte er der Stadtgalerie und einige davon sind in der Ausstellung zu bestaunen. Der letzte Maler im Bunde ist Paul Wilhelm. Er wurde 1886 in Thüringen geboren und kam 1911 nach Radebeul. Obwohl er beide Male zum Kriegsdienst musste, verarbeitet er diese Erlebnisse nicht in seinen Werken. In der Ausstellung zu sehen ist ein Porträt seiner Frau, welches bereits fast 80 Jahre alt ist.

Im Depot der Stadtgalerie befinden sich unter anderem Werke aus dem 19. Jahrhundert. Karin Baum möchte sich bis zum Herbst einen umfassenden Überblick verschaffen. Vieles stammt aus Nachlässen, aber auch zu Lebzeiten lässt der ein oder andere regionale Maler ein Werk der Stadtgalerie zu Gute kommen. „Die Künstler dieser Generation sollten darüber nachdenken, ob und wie etwas von ihnen in der Region für kommende Generationen bleiben soll“, so die Stadtgaleristin. Die Vernissage findet am 10. Februar um 19.30 in der Stadtgalerie, Altkötzschenbroda 21, statt. Vier Wochen wird die Ausstellung zu sehen sein. Die Galerie hat dienstags bis donnerstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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