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Radebeuler Schmalspurbahnen erhalten endlich ein Dach über dem Kopf

Lößnitzgrund Radebeuler Schmalspurbahnen erhalten endlich ein Dach über dem Kopf

Radebeuls Traditionsbahnen stehen seit Jahren ungeschützt im Freien. Das soll sich ändern, entschied der Vorstand der Sächsische Schmalspurbahnen und startete am vergangenen Samstag mit dem feierlichen Spatenstich ein ehrgeiziges Vorhaben: Ab 2017 soll eine Fahrzeugüberdachung entstehen.

Ab 2017 soll eine Fahrzeugüberdachung entstehen.
 

Quelle: Stiftung SSB

Radebeul.  Wer sich schon einmal im Königlich-Sächsischen Staatseisenbahnzug durch den Lößnitzgrund hat fahren lassen, und derer sind es Jahr für Jahr ein paar Tausend aus nah und Fern, der hat sein Herz für die ururalten Wägelchen mit den knallharten Holzbänken und für die schmucken Lokomotiven entdeckt. Der hat sicher auch schon überlegt, wie viel an jahrelanger Freizeitarbeit durch die Mitglieder des Traditionsbahnvereins Radebeul es bedurfte und bedarf, um diesen wahren Radebeuler Schatz aufzubauen, zu pflegen und das ganze Jahr über betriebssicher einsatzbereit zu halten. Tatsächlich aber stehen diese einmaligen Zeugnisse sächsischer Eisenbahngeschichte völlig ungeschützt allen Witterungsunbilden ausgesetzt, auf den Gleisen des Bahnhofs Radebeul Ost und warten auf ihren nächsten Einsatz. Ähnlich unbefriedigend ist die derzeitige Unterbringung historischer Eisenbahnfahrzeuge in mehreren anderen sächsischen Schmalspurbahnvereinen.

Das soll, das muss sich ändern, entschied der Vorstand der Sächsische Schmalspurbahnen und startete am vergangenen Samstag mit dem feierlichen Spatenstich ein ehrgeiziges Vorhaben: Am Historischen Güterboden in Radebeul Ost wird in einer ersten Etappe zunächst die Gleisanbindung an die Lößnitzgrundbahn hergestellt. Als ein weiterer schritt folgt ab 2017 die Errichtung einer Fahrzeugüberdachung, um die historischen Eisenbahnfahrzeuge künftig vor Witterung und Vandalismus zu schützen. Christoph Walther, Mitglied des Vereinsvorstandes der Traditionsbahn, demonstrierte den anwesenden Ehrengästen am Beispiel des ältesten unter den betriebsfähigen schmalspurigen Eisenbahnfahrzeugen, dem vor sagenhaften 134 Jahren gebauten offenen Güterwagen Nummer 347, wie gnadenlos Sonne, Wind und Wetter an dessen Stahlkonstruktion und an den Holzaufbauten fortwährend nagen.

Nun erhält die dem Eisenbahnmuseum angrenzende Eisenbahnverkehrsfläche Schritt für Schritt ihre schon einmal dort vorhandenen Gleisanlage zurück. Dazu sind mehrere hundert Meter Gleis und auch Weichen zu verlegen. Vier dieser Gleise werden in einer parallelen Lage hinter den Historischen Güterboden geführt. In den nächsten Jahren sollen dann drei dieser Gleise auf zirka 210 Meter Länge ein gemeinsames Dach erhalten. Auf diesen Gleisen können die Fahrzeuge der verschiedenen Eigentümer, also nicht nur die der Traditionsbahn, aus den ersten Epochen der sächsischen Schmalspurbahnen dauerhaft erhalten werden. Als schöner Nebeneffekt verschwindet eine gut einsehbare Brachfläche.

„Die Gleisanbindung und Fahrzeugüberdachung fordern die Stiftung in besonderer Weise und sind nur umsetzbar, wenn es gelingt, viele Unterstützer zu gewinnen, um gemeinsam ein besonderes Kapitel sächsischer Verkehrsgeschichte erlebbar zu machen.“, so der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Andreas Winkler.

Es ist ein ehrgeiziges Vorhaben, es könnte bis zu 1,2 Millionen Euro kosten. dass die Freunde der sächsischen Schmalspurbahnen sehr anspruchsvolle Vorhaben stemmen können, haben sie vor sieben Jahren mit dem originalgetreuen Nachbau von Sachsens erster Schmalspurbahnlokomotive, der IK Nr. 54, bewiesen, In jüngster Zeit wiederholten sie diese Anstrengungen erfolgreich mit dem Aufbau eines Wagenzuges für die IK.

Von Peter Weckbrodt

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