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Radebeuler Karl-May-Museum sucht einen neuen Direktor

Erweiterung und Erneuerung bis 2022 Radebeuler Karl-May-Museum sucht einen neuen Direktor

Das Radebeuler Karl-May-Museum soll spätestens Anfang 2018 wieder einen Museumsdirektor bekommen. Die Stelle werde im Zuge der geplanten Erweiterung und Neugestaltung ausgeschrieben, teilte die Einrichtung am Mittwoch mit. Mit der musealen Weiterentwicklung soll es nach vier Jahren wieder eine Doppelspitze geben.

Ein Diorama im Karl-May-Museum in Radebeul.

Quelle: Karl-May-Museum

Radebeul.  Das Karl-May-Museum in Radebeul sucht einen neuen Museumsdirektor. Angesichts der geplanten Museumserweiterung sowie Neugestaltung der Ausstellung wird die Stelle neu ausgeschrieben, wie Museumssprecherin Anne Barnitzke am Mittwoch mitteilte. Seit dem Ausscheiden von René Wagner im Jahr 2013 leitet die kaufmännische Direktorin Claudia Kaulfuß auch das Museum. Aufgrund der musealen Weiterentwicklung entschied sich die Karl-May-Stiftung wieder für eine Doppelspitze. Anfang 2018 soll die Position des Museumsdirektors besetzt sein.

Erhält Verstärkung an der Museumsspitze: Claudia Kaulfuß.

Erhält Verstärkung an der Museumsspitze: Claudia Kaulfuß.

Quelle: Fotoatelier Meißner

Ende des kommenden Jahres, so hofft Kaulfuß, fällt dann auch der Startschuss für den Erweiterungsbau. Mit einem Neubau möchte sich das Museum zur Meißner Straße hin öffnen. An der Hauptverkehrsachse der Lößnitzstadt soll künftig der Besuchereingang sein. Vor dem ersten Spatenstich stehen noch weitere Gespräche mit den Fördermittelgebern an. Erst wenn die Finanzierung des 7,5 Millionen Euro teuren Projekts auf sicheren Füßen steht und alle Formalitäten wie beispielsweise die Ausschreibung der Gewerke geklärt sind, soll die Vergrößerung beginnen.

„Man muss mit drei bis vieren Jahren Bauzeit rechnen“, berichtet Kaulfuß. Ihre Hoffnung ist, dass im Jahr 2022 die Villa „Winnetou“ fertig und das Karl-May-Museum um rund 1500 Quadratmeter größer ist. Im Neubau wird die jetzige Dauerausstellung über die Indianer Nordamerikas ihren Platz finden. Am jetzigen Standort in der Villa „Bärenfett“ sind die klimatischen Bedingungen alles andere als optimal. Die trockene Luft bekommt den Eponaten aus Naturprodukten wie Leder nicht gut.

Dringend von Nöten ist auch ein neues Depot für die rund 4000 Objekte im Museumsbestand. Große Ausstellungsstücke können nur schwer die enge Treppe hinunter getragen werden. Zudem bietet das neue Gebäude Raum für Sonderausstellungen.

Auch für die Villa „Bärenfett“ hat Kaulfuß Pläne. Dort möchte sie künftig die Geschichte des Karl-May-Museums beleuchten sowie auf die Indianerbegeisterung in Radebeul eingehen. Seit 1928 ist das Areal um das einstige Wohnhaus des Abenteuerschriftstellers Karl May (1842-1912) in der Villa „Shatterhand“ ein Musentempel. Im Zuge der Erweiterung sollen die Ausstellungen mit interaktiven Elementen aufgepeppt werden.

Für das tatkräftige Engagement der vergangenen vier Jahre als Einzelkämpferin an der Museumsspitze möchte sich der Vorstand der Karl-May-Stiftung ausdrücklich bedanken. „Ein solches Brennen für die Sache Karl Mays erlebt man wahrlich nicht alle Tage“, betont der Vorstandsvorsitzende Werner Schul. Die Stellenausschreibung des Museumsdirektors oder der -direktorin wird in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Von Silvio Kuhnert

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