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Umland Radebeuler Grafikmarkt feiert rundes Jubiläum
Region Umland Radebeuler Grafikmarkt feiert rundes Jubiläum
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18:04 01.11.2018
Auf rund 900 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden Druckgrafiken, Collagen, Zeichnungen, Aquarelle, Scherenschnitte und vieles mehr geboten. Quelle: Foto: Karin Baum
Radebeul

Der Radebeuler Grafikmarkt ist eine feste Institution im Kulturkalender der Stadt. Am kommenden Sonntag erlebt er seine 40. Auflage. Über 100 Künstler aus der Lößnitzstadt und Umgebung bauen in der Elbsporthalle am Festplatz in Radebeul-West ihre Stände auf. Dort können sich die Besucher einen Ein- und Überblick über die jüngsten Arbeiten der Maler und Grafiker verschaffen und das ein oder andere Werk der rund 4000 Exponate vor Ort erwerben.

Das runde Jubiläum nimmt Stadtgaleristin Karin Baum zum Anlass, auf die Anfänge zurückzublicken. Am 20. und 21. Oktober 1979 nahmen 24 Künstler am ersten Grafikmarkt teil, der damals im Festsaal des Rathauses stattfand. Die Anregung in Radebeul eine Präsentations- und Verkaufsmöglichkeit für Kunstschaffende zu etablieren, kam von Fritz Treu (1908-2009), dem damaligen Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft. „In der Kreissekretärin des Kulturbundes, Erika Claus (1928–2013), hatte er über viele Jahre eine aktive Verbündete gefunden“, erinnert sich Baum.

Zu den treuen Seelen, die von Anfang an dabei sind, gehört die Malerin und Grafikerin Lieselotte Finke-Post. „Sie kann sich noch gut daran erinnern, wie die Grafiken auf Holztischen lagen und an Wäscheleinen hingen, wie die Kunstfreunde, darunter viele fachkundige Sammler, bereits im Treppenhaus Schlange standen, um eine der heiß begehrten Originalgrafiken zu ergattern“, berichtet Baum. Mit 92 Jahren ist Finke-Post am Sonntag wieder mit von der Partie – beim wohl ältesten Grafikmarkt in lückenloser Folge in Sachsen.

In den zurückliegenden Jahrzehnten stellten gesellschaftliche, personelle und räumliche Veränderungen die Organisatoren immer wieder vor neue Herausforderungen. Als sich im Zuge der politischen Wende und dem Ende der DDR die Radebeuler Ortsgruppe des Kulturbundes 1990 aufzulösen begann, drohte auch das Aus für den Grafikmarkt. Jedoch sprang die Stadtgalerie ein und übernahm noch im gleichen Jahr die Organisation – „zugegebenermaßen recht zögerlich“, so Baum. Denn das Interesse, Kunst zu erwerben, tendierte damals gen Null.

Mit den Jahren wuchs das Kaufinteresse wieder und nach und nach suchten mehr Kunstfreunde die Kunstbörse auf. Das Rathaus reichte als Veranstaltungsort nicht mehr aus. Der Grafikmarkt expandierte in die gegenüberliegende Schule.

Als die Sanierung des Verwaltungssitzes anstand, musste 2015 nach neuen Räumlichkeiten gesucht werden. „Allen Bedenkenträgern zum Trotz stellte sich die Elbsporthalle in Radebeul-West als eine sehr gute Wahl heraus. Der neue Veranstaltungsort bietet 900 Quadratmetern barrierefreie Ausstellungsfläche“, teilt Bum mit. Die Raumsituation ermöglicht es, dass die Künstler ihren eigenen Stand betreuen und mit den Besucher ins Gespräch kommen, und zwar am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Silvio Kuhnert

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