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Radebeul stellt Parkraumbewirtschaftungskonzept für Kötzschenbroda zur Diskussion

Radebeul stellt Parkraumbewirtschaftungskonzept für Kötzschenbroda zur Diskussion

Das Parken in Altkötzschenbroda soll kostenpflichtig werden. In der nächsten Woche wird die Stadtverwaltung ein Parkraumbewirtschaftungskonzept auslegen, in dem sie Gebühren für die Stellflächen auf dem Dorfanger vorschlägt.

Radebeul. Von Uwe Hofmann

Demnach bleibt das Parken eine halbe Stunde lang kostenfrei, danach werden je Stunde zwei Euro fällig. Die Parkzeit wird auf zwei Stunden beschränkt. Bis zum 4. November haben die Radebeuler Zeit, zu dem Entwurf Stellung zu beziehen.

Das Konzept hat die Stadtverwaltung schon länger angekündigt. "Wir wollen das Blech aus dem Dorfanger schaffen", begründet Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Dort kreiseln zusätzlich zum Durchgangsverkehr auch noch Autofahrer, die unweit von Kneipen, Läden und Boutiquen einen Parkplatz suchen. Da Lärm, Abgase und das hohe Verkehrsaufkommen die Anwohner belasten, sollen die Stellplatzsucher aus dem Anger getrieben werden oder tief in ihr Portemonnaie greifen. Möglich wird der Schritt, weil neben dem Parkplatz An der Festwiese, wo es etwa 100 Stellflächen gibt, derzeit zwischen Hainstraße und Neue Straße für rund 240 000 Euro ein neuer Parkplatz mit 41 Plätzen entsteht. Die Zustimmung des Stadtrats vorausgesetzt, könnte das Konzept in Kraft treten, sobald diese Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Mit den Parkgebühren, die es in den 90er Jahren schon einmal gab, geht eine Reduzierung der Stellflächen auf dem Anger auf 86 einher. Das betrifft vor allem den Bereich zwischen Friedenskirche und Gradsteg, wo mit Ausnahme der Behindertenparkplätze 17 Stellflächen verschwinden. Zudem wird auf dem Südanger, wo sich derzeit ein verkehrsberuhigter Bereich befindet, das Parken ganz verboten. Eine Ausnahmeregelung gilt für Anwohner, die dort ihre Autos be- und entladen dürfen. "Es hätte keinen Sinn, dort auch nur zwei Parkplätze zu erlauben, weil dann automatisch wieder Autofahrer auf Parkplatzsuche dort entlang fahren", begründet Baubürgermeister Müller den harten Schnitt.

Weiterhin werden im Konzept die Parkzeitbegrenzungen, die es entlang der Bahnhofstraße, Moritzburger Straße und Meißner Straße schon gibt, zusammengefasst und vereinheitlicht. Grundsätzlich gilt dann für dieses Gebiet: Auf Hauptverkehrsstraßen wie der Bahnhofsstraße darf nur eine Stunde geparkt werden, auf Nebenstraßen wie der Harmoniestraße maximal zwei Stunden lang. Im Gegenzug wird der Parkplatz hinter dem Bahnhofsgebäude an der Güterhofstraße zum Park-and-Ride-Parkplatz erklärt und damit dort jede Zeitbegrenzung aufgehoben.

Gewinner der Neuerung sollen vor allen die Anwohner und die anliegenden Händler sein. "Wir wollen, dass die Lebens- und Wohnqualität für alle steigt", sagt Müller. Von der Regelung verspricht sich die Verwaltung eine erhebliche Entlastung für das Gebiet. Das könnte das Flanieren auf dem Anger zu einem größeren Vergnügen machen. Um den Anwohnern das Parken zu erleichtern, werden laut Konzept zwischen 20 und 9 Uhr aber keine Parkgebühren verlangt.

Parkraumbewirtschaftungskonzept einsehbar vom 10. Oktober bis 4. November im Technischen Rathaus, Pestalozzistraße 8, Mo. u. Fr. 9-12 Uhr, Di. u. Do. 9-12 Uhr u. 13-18 Uhr geöffnet.

Stärkere Trennung zwischen Nord und Süd

Eigentlich ist es keine gute Nachricht, wenn etwas weniger und teurer wird. So ähnlich werden viele die Vorschläge der Stadt für Altkötzschenbroda interpretieren. Es ist fraglich, ob die Radebeuler die neue Parkordnung anerkennen. Ohne verstärkte Kontrollen wird es nicht gehen. Außerdem wird es künftig noch stärker darauf ankommen, auf welcher Seite des Angers man wohnt. Die Trennlinie zwischen Nord- und Südseite wird durch die Regelung verstärkt. Auf der Nordseite rollen und parken die Autos, auf der Südseite flanieren Touristen und Einkaufsbummler. Sie bekommen dort so etwas wie eine Schutzzone, weshalb sie die eigentlichen Gewinner der neuen Regel sind - für sie ist das eine gute Nachricht.

u.hofmann@dnn.de

Von Uwe Hofmann

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2011

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