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Radebeul pflegt deutsch-russische Freundschaft

25 Jahre Schüleraustausch Radebeul pflegt deutsch-russische Freundschaft

Radebeuler Schüler besuchen einmal im Jahr Russland, russische Schüler kommen zum Gegenbesuch in die Lößnitzstadt: Das Gymnasium Luisenstift verbindet seit 25 Jahren eine Schulpartnerschaft mit St. Petersburg.

Im sanierten Ratssaal empfing OB Bert Wendsche (fünfter von rechts) die Delegation vom 116. Gymnasium aus St. Petersburg. Zum 25. Mal sind Schüler und Lehrer aus Russland in Radebeul zu Gast.

Quelle: Silvio Kuhnert

Radebeul. Die Grußworte klappten auf Russisch noch ganz gut. Doch dann wechselte OB Bert Wendsche (parteilos) in seine Muttersprache, als er einer Delegation von elf Schülern einer zehnten Klasse aus St. Petersburg die Schönheiten von Radebeul im Rathaus vorstellte. „Mein Russischunterricht liegt lange zurück“, gestand er. Einmal im Jahr empfängt das Stadtoberhaupt Besucher aus der einstigen Zarenstadt. Dieses Mal war es etwas Besonderes: Denn das Gymnasium Luisenstift und das Gymnasium Nr. 116 in St. Petersburg verbindet seit 25 Jahren eine Schulpartnerschaft. Russischschüler aus der Lößnitzstadt reisen einmal im Jahr an die Newa und Deutschschüler kommen von da an die Elbe.

„Vor 25 Jahren war es bei uns mit der russischen Sprache gar nicht so einfach“, erinnert sich OB Wendsche. Zu DDR-Zeiten mussten alle Schüler sie lernen. Nach der Wende orientierten sich alle nach Westen. „Es war gar nicht so einfach für Lehrer, genügend Schüler für den Russischunterricht zusammenzubekommen“, so das Stadtoberhaupt. Davon kann Dorit Kretzschmar, Lehrerin am Luisenstift, ein Lied singen. Sie stand Anfang der 1990er Jahre vor der Wahl, all ihre Kenntnisse der russischen Studiums über Bord zu werfen und noch einmal eine neue Sprache zu studieren oder aber die Attraktivität des Russischen in Radebeul zu steigern. Sie entschied sich für den zweiten Weg und so wurde die Idee zur Schulpartnerschaft und dem Schüleraustausch geboren.

Jeweils eine Delegation von im Schnitt 13 Jugendlichen reist von Radebeul nach St. Petersburg – meist im Oktober, im Frühjahr bzw. dieses Mal im Januar erfolgt der Gegenbesuch. Sie wohnen bei Gastfamilien und nehmen am Vormittag am Unterricht teil. So bekommen derzeit die russischen Schüler einen tieferen Einblick in das Schul- und Familienleben in Deutschland. Am Nachmittag erkunden sie dann die Sehenswürdigkeiten der Region. Analog geschieht es in St. Petersburg, wo bislang insgesamt rund 330 Radebeuler Schüler nach dem Unterricht beispielsweise vor dem Winterpalais standen. „Der Schüleraustausch ist ein schöner Anreiz nicht nur die andere Sprache besser als im Unterricht sprechen, sondern auch das andere Land kennenzulernen“, sagte Wendsche.

Von Silvio Kuhnert

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