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Umland Radebeul möchte neuen Schulentwicklungsplan aufstellen
Region Umland Radebeul möchte neuen Schulentwicklungsplan aufstellen
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09:34 29.01.2018
Im Schulhausbauprogramm der Stadt Radebeul steht als eines der nächsten Projekte die Sanierung des Altbaus des Gymnasiums Luisenstift an. Quelle: Foto: Martin Förster, Archiv
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Radebeul

Als eine Zukunftsherausforderung bezeichnete Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos) in seiner Neujahrsansprache die Schulen der Lößnitzstadt. „Nachdem wir im Bildungsbereich in den 2000er Jahren vorrangig unsere Kitakapazitäten modernisiert und von 1500 auf über 3000 Plätze verdoppelt hatten, konzentrieren wir uns seitdem auf unsere Schulinfrastruktur“, sagte das Stadtoberhaupt und kündigte an, dass im kommenden Herbst das Verfahren zur erneuten Fortschreibung der Schulentwicklungskonzeption beginne.

Der bisherige Schulentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2014. In dem Papier zählt die Stadt 52 Gebäude – von der Grund- über Oberschule bis hin zu den Gymnasien sowie Hort und Schulturnhallen – zu ihrer Schulinfrastruktur. Mit der Konzeption verfolge sie nicht nur das Ziel, die Schulhäuser baulich zu ertüchtigen und zu modernisieren, sondern sie auch zu zukunftsfähigen Standorten zu entwickeln. Dabei nimmt sich Wendsche ein Beispiel an den einstigen Erbauern vieler Schulgebäude im Stadtgebiet. „Unsere Altvorderen haben uns dies in bewundernswerter Art und Weise vorgemacht. Nahezu ein Jahrhundert waren deren bauliche Lösungen über alle Wechsel der Bildungssysteme hinweg gut nutzbar“, so der OB. Diesem Nachhaltigkeitsgrundsatz wollen Stadtrat und Verwaltung nacheifern. Mit einem Grundsatzbeschluss haben sich dazu bekannt.

Planung und Bau eines Schulsanierungsprojektes nehmen einige Zeit in Anspruch. Von den ersten Gutachten etwa zum Brandschutz über Vorplanung, Baubeschluss und konkreter Ausführungsplanung bis hin zu den Bauarbeiten und der Fertigstellung vergehen erfahrungsgemäß fünf Jahre.

Bei den Schulstandorten Naundorf, Schiller- und Pestalozzihaus sowie der Oberschule Mitte sind die in dem Schulentwicklungskonzept aus dem Jahr 2014 aufgeführten Vorhaben wie etwa Komplex- oder Brandschutzsanierungen weitestgehend umgesetzt. Jedoch warten noch 14 oder 26,9 Prozent der 52 Gebäude der städtischen Schullandschaft auf eine Sanierungslösung. „Bei den Standorten Luisenstift, Oberlößnitz und Kötzschenbroda sind alle konzeptionellen Weichen gestellt und die Umsetzung ist kraftvoll gestartet“, sagte Wendsche. So bekommt derzeit das Luisenstift-Gymnasium einen Anbau, der Baubeschluss für die Sanierung des Altbaus wurde vom Stadtrat im vorigen September getroffen und der Fördermittelantrag ist gestellt. Für die Grund- und Oberschule in Kötzschenbroda haben die Räte die Grundsatzentscheidung zu einer Schulcampus-Lösung gefällt (DNN berichteten). Der Architekturwettbewerb für den Neubau eines Oberschulgebäudes läuft derzeit.

Mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes möchte die Stadt zum einen die weitere Realisierung der noch ausstehenden Bauvorhaben präzisieren und in einem Zeitplan ordnen. Zum anderen stehen noch die Konzeptentscheidungen für die Standorte Lößnitzgymnasium und Niederlößnitz aus. Die Schüler des Gymnasiums beispielsweise sind gegenwärtig auf zwei Standorte verteilt, und zwar auf das Stammhaus an der Steinbachstraße und die rund 1,3 Kilometer entfernte Außenstelle im Pestalozzihaus. Die Frage, die sich hier der Verwaltung und dem Stadtrat stellt, dreht sich um die Aufhebung dieser Standortteilung, also darum, ob und wie die rund 550 Schüler an einem Schulstandort vereint werden können. Eine Entscheidung soll im Zuge der Überarbeitung des Schulentwicklungsplanes auf den Weg gebracht werden.

Von Silvio Kuhnert

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