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Umland Radebeul kann Frist für Kanalbau nicht einhalten
Region Umland Radebeul kann Frist für Kanalbau nicht einhalten
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18:59 05.01.2018
ARCHIV - Verkehrsschilder für eine Baustelle stehen am 17.03.2014 in Stuttgart (Baden-Württemberg) hintereinander. Foto: Sebastian Kahnert/dpa (zu lsw Vorausmeldung: «Straßenbau» 02.02.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
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Radebeul

Die Stadt Radebeul hinkt mit der Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK) hinterher. Bis Ende dieses Jahres sollten eigentlich alle Haushalte an das zentrale Kanalnetz angeschlossen sein. So ist es in einem Vertrag zwischen der Lößnitzstadt, ihrem Tochterunternehmen, der Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul GmbH (WSR), sowie dem Landratsamtes Meißen geregelt. Jedoch musste OB Bert Wendsche (parteilos) jüngst eingestehen: „Das schaffen wir nicht.“ Deshalb laufen Verhandlungen für eine Vertragsverlängerung bis 2021.

Gesagt hat er dies im Zusammenhang mit dem vom Stadtrat beschlossenen grundhaften Ausbau der Oberen Burgstraße. Sie soll eine Sammelleitung bekommen, mit dem das Schmutzwasser großflächig aus dem Gebiet nördlich der Friedensburg abgeleitet werden kann. Ein Baubeginn ist noch nicht in Sicht. Der Stadtrat hat aber jüngst die weitere Planung für die Neugestaltung der Straße auf den Weg gebracht.

Neben einem Schmutzwasser- muss auch ein Regenwasserkanal gebaut werden. Denn aufgrund der schwierigen topographischen Verhältnisse und der teilweise starken Längsneigung der Straße fließt Niederschlagswassers derzeit unbefriedigend ab. Um die Straßenentwässerung in geordnete Bahnen und somit das Regenwasser in Richtung des zu bauenden Kanals zu lenken, wird der grundhafte Ausbau des gesamten Straßenzugs erforderlich.

Die Obere Burgstraße soll eine fünf Meter breite Asphaltfahrbahn erhalten. An der Westseite ist ein Parkstreifen vorgesehen, an der Ostseite entsteht ein durchgehender Gehweg aus Betonpflaster. Für den Straßenausbau sind rund 450000 Euro veranschlagt. Hinzukommen noch die Kosten für den Kanalbau.

Eigentlich hätte die Lößnitzstadt die Abwasserbehandlung bereits bis Ende 2015 auf den heutigen Stand der Technik bringen müssen. So hat es der Freistaat ursprünglich geregelt. Für den Anschluss von 470 Haushalten ans zentrale Netz hatte die WSR vor drei Jahren eine Fristverlängerung bis Ende 2018 erhalten. Bislang hat sie noch nicht einmal die Hälfte geschafft (DNN berichteten). Die noch zu erschließenden Straßenzüge liegen wie die Obere Burgstraße meist im Oberland, was eine aufwendige technische Lösung und Planung zur Folge hat. Denn dort sind die Bodenverhältnisse wegen des felsigen Untergrunds schwierig, die Baustelleneinrichtung wegen der Enge kompliziert.

Von Silvio Kuhnert

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