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Umland Radebeul fehlt immer noch Genehmigung für Baubeginn auf Mittlerer Bergstraße
Region Umland Radebeul fehlt immer noch Genehmigung für Baubeginn auf Mittlerer Bergstraße
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18:28 07.09.2018
Symbolbild. Quelle: Foto: dpa
Radebeul

Ab kommenden Montag (10. September 2018) ist der Hausbergweg zwischen Löfflergasse und Kynastweg 37 in Radebeul-Zitzschewig für den Verkehr komplett gesperrt. Die Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul GmbH (WSR) – seit diesem Jahr Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Radebeul + Coswig mbH (WAB R+C) – schließt die Anrainer ans zentrale Abwassernetz an. Zudem lässt sie eine neue Trinkwasserleitung verlegen und im Anschluss die Straße in diesem Abschnitt ausbauen. Die Bauarbeiten sollen im Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein, teilte die Stadtverwaltung mit.

Das Baufeld ist rund 148 Meter lang. Nach den Kanal- und Leitungsarbeiten bekommt der Hausbergweg eine drei Meter breite Fahrbahn aus Asphalt. Auch nach dem Ausbau bleibt die Einbahnstraßenregelung erhalten. Auf rund 70 Meter Länge kann durch die Inanspruchnahme eines der Stadt gehörenden derzeitig unbefestigten Streifens auf einer Seite der Fahrbahn ein Gehweg errichtet werden. Er ist 1,50 Meter breit und wird mit Betonsteinpflaster befestigt. Durch den Bau des neuen Abwasserkanals ist in Zukunft in dem Straßenabschnitt auch eine geregelte Straßenentwässerung möglich.

Ein anderes für den Stadtteil weit wichtigeres Straßenbauprojekt lässt dagegen weiter auf sich warten – der Ausbau der Mittleren Bergstraße zwischen Gerhard-Hauptmann-Straße und der Stadtgrenze zu Coswig. Auf rund 940 Metern Länge möchte die Lößnitzstadt die Pflasterstrecke, die teilweise keinen Fußweg hat, auf den heute üblichen Ausbaustand bringen. Das Bauvorhaben lässt sich mit der kurzen Formel „Pflaster raus, Asphalt rein“ umschreiben. Zudem möchte die Stadt durchgehende Gehwege an den Straßenrändern anlegen lassen. Als die Meißner Straße vom 30. August bis 5. September dieses Jahres in Höhe der Eisenbahnbrücke voll gesperrt war, nutzten viele Kraftfahrer die Mittlere Bergstraße als Umleitung.

Dass aufgrund des desolaten Zustandes und des fehlenden Gehweges noch kein schwerer Unfall auf der Strecke passiert sei, grenzt für FDP-Stadtrat Jan Mücke schon fast an ein Wunder. Auf der jüngsten Stadtratssitzung mahnte er einen baldigen Baubeginn an und monierte, dass der Baubeschluss bereits aus dem Jahr 2009 stamme. „Zwischen Beschluss und Umsetzung darf nicht so viel Zeit verstreichen“, meinte Mücke. In den zurückliegenden Jahren hat es das Bauvorhaben wegen fehlender Mittel nicht in den Haushalt geschafft. Im Etat 2018 sind 580000 Euro eingestellt. Doch zu einem Baubeginn kommt es in diesem Jahr nicht mehr.

Traditionell verabschiedet der Stadtrat jeweils im März den Haushalt für das laufende Jahr. Bis dieser Rechtskraft besitzt vergehen danach noch weitere Wochen. Die Lößnitzstadt hat für das Ausbauvorhaben der Mittleren Bergstraße Fördermittel sowie einen sogenannten förderunschädlichen Baubeginn beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) beantragt. Das heißt, die Stadt möchte mit Erlaubnis des Lasuv mit dem Bau loslegen, auch wenn der Zuschuss noch nicht bewilligt ist. Bis jedoch die Unterlagen vollständig der Landesbehörde vorlagen und der städtische Etat von der Rechtsaufsicht genehmigt war, war die Antragsfrist für einen vorzeitigen Baubeginn in diesem Jahr verstrichen. Nun hofft Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) im kommenden Frühjahr mit der grundhaften Sanierung der Mittleren Bergstraße beginnen zu können, wie er jüngst im Bauausschuss betonte.

Von Silvio Kuhnert

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