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Radebeul: Frischekur für die Gruft von Karl May

Radebeul: Frischekur für die Gruft von Karl May

Einhundert Jahre nach dem Tod Karl Mays bekommt sein Grabmal auf dem Friedhof Radebeul-Ost derzeit eine Frischzellenkur. Mitarbeiter des Radebeuler Steinmetzmeisterbetriebs Kai Nitzsche reinigen seit Ende August die von Bildhauer Selmar Werner geschaffene marmorne Figurengruppe "Engel empfangen eine irdische Seele" und konservieren sie.

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Steinmetz Thomas Gottschalk reinigt mit einem Mikrodampfstrahlgerät das Marmorrelief im May-Grabmal an der nördlichen Quermauer des Friedhofs Radebeul-Ost und versiegelt es anschließend. Obwohl die Figurengruppe durch das Dach eines tempelartigen Gebäudes geschützt ist, hat Feuchtigkeit zu Krustenbildung geführt.

Quelle: D. Flechtner

Radebeul. "Mit einem heißen Dampfstrahl entfernen wir die bis zu vier Millimeter dicken schwarzen Gipskrusten, die sich an feuchten Stellen gebildet haben", berichtet Steinmetz Thomas Gottschalk. Ursache für deren Entstehung sei saurer Regen, der beim Marmor eine chemische Reaktion auslöse, erklärt der Experte. Nach der Säuberung überzieht der 34-Jährige gemeinsam mit einer Auszubildenden die Figuren in dem denkmalgeschützten Grufthaus, das an einen griechischen Niketempel erinnert, mit einer schützenden Wachsschicht.

Danach ist die Gruftabdeckung an der Reihe. "Dort müssen einige Teile ergänzt und neu verklebt werden, weil in den 1990er Jahren einige unsachgemäße Kittungen vorgenommen wurden", so Gottschalk. Bis Ende September sollen die Arbeiten andauern. Sie werden nach Angaben von René Wagner, Geschäftsführer der Karl-May-Stiftung, mit etwa 5000 Euro gefördert. Die Familienbegräbnisstätte der Familien May und Plöhn entstand 1903, zwei Jahre nach dem Tod von Klara Mays erstem Mann Richard Plöhn, nach Plänen des Radebeuler Architekten Paul Ziller.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.09.2012

StS

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