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„Puppenstrick macht Puppen chic“

Weihnachtsausstellung in Dohna „Puppenstrick macht Puppen chic“

Das Heimatmuseum Dohna zeigt in der diesjährigen Weihnachtsausstellung die Puppensammlung der Dresdnerin Anneliese Minks. Am 8. Januar 2017 muss das Museum für ein Jahr schließen. Warum verrät Museumsleiterin Eva-Maria Lohberg im DNN-Interview.

Eva-Maria Lohberg zeigt im Heimatmuseum Dohna Puppen aus der DDR-Zeit. Die Sammlerin Anneliese Minks hat für ihre vielen „Kinder“ selbst Kleidung gestrickt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Dohna. Die diesjährige Weihnachtsausstellung im Heimatmuseum Dohna endet bereits Anfang Januar. Warum das Haus danach ein Jahr lang schließt, sagt Museumsleiterin Eva-Maria Lohberg.

Frage: Frau Lohberg, was ist das Thema der diesjährigen Weihnachtsausstellung?

Eva-Maria Lohberg: Das Heimatmuseum Dohna zeigt Puppen von Anneliese Minks aus Dresden. Sie stammen zu 80 Prozent aus der DDR und die Sammlerin hat sie alle selbst eingestrickt. Die Kleider sind ganz vielfältig. Von einer Besucherin bekam ich den Tipp, Frau Minks einmal anzusprechen, um hier auszustellen.

Was sind das für Puppen?

Es handelt sich um Sonneberger Puppen. Um die Stadt Sonneberg herum gab es um die 40 Betriebe, die zu DDR-Zeiten zusammengefasst wurden. Ich selbst habe gestaunt, wie vielfältig die Produktion einst war. Mir selbst waren weit weniger Puppen bekannt. Ich kannte meine eigenen und die von Freunden meiner Kindheit. Als ich die Sammlung von Frau Minks das erste Mal sah, dachte ich: Ach was, das gab es auch.

Und wie kam es zu den Strickwaren?

Das Einstricken war eine Idee von Frau Minks. Alle Puppen tragen gestrickte Kleidun. Deshalb auch der Titel „Puppenstrick macht Puppen chic“. Das hört sich etwas nach einem DDR-Slogan. Aber es sind halt Puppen aus jener Zeit. In der Ausstellung werden viele Besucher ihre geliebten „Sonneberger“ wiederentdecken.

Die Weihnachtsausstellung endet bereits am 8. Januar 2017. Warum?

Diese Sonderausstellung ist die letzte vor Beginn der Bauarbeiten. Das Heimatmuseum wird im kommenden Jahr zu einer Baustelle. Es muss ein zweiter Rettungsweg geschaffen werden, was Umstrukturierungen und Funktionsänderungen von Räumen zur Folge hat. Das Museum muss Ausziehen, um Baufreiheit zu schaffen. Am 1. April kommenden Jahres sollen die Arbeiten beginnen.

Was wird alles gebaut?

Als zweiter Fluchtweg wird eine Rettungstreppe gebaut. Dafür muss das jetzige Museumsbüro weichen. Die Büroräume kommen ins Erdgeschoss in die Zimmer, die zuletzt vom Kulturverein genutzt wurden. Es gibt Sanierungsarbeiten am Dach sowie an den Außenwänden. Das Haus bekommt zudem eine neue Heizung.

Wann wird das Museum wieder öffnen?

Spätestens 2018. Nach der Sanierung wird die Dauerausstellung vor allem zur Burggeschichte neu und zeitgemäß gestaltet. Die jetzige ist 20 Jahre alt. Seither kam es zu neuen Erkenntnissen und es gibt neue Exponate.

Von Silvio Kuhnert

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