Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Privatsammler schenkte dem Karl-May-Museum zwei Objekte der Pueblo-Kulturen
Region Umland Privatsammler schenkte dem Karl-May-Museum zwei Objekte der Pueblo-Kulturen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:50 26.01.2018
Jürgen Wüsteney schenkte dem Museum eine Tonfigur aus der Zeit um 1910. Quelle: Foto: S.K.
Anzeige
Radebeul

Die Sammlung des Karl-May-Museums in Radebeul ist um zwei Stücke indianischer Volkskunst reicher. Jürgen Wüsteneys, ein Münchner Privatsammler, schenkte dem Indianermuseum zwei Töpferkunstwerke der Pueblo-Kulturen des Südwesten der USA. Es handelt sich dabei zum einen um eine Tonschale im Bird-Design der wohl bekanntesten indianischen Töpferin des 20. Jahrhunderts, Nampeyo. Sie hat das Gefäß um 1910 gefertigt. Aus etwa der gleichen Zeit stammt zum anderen eine Tonfigur eines unbekannten Künstlers der Cochiti-Pueblo-Kultur. „Danke für das Geschenk. Wir wissen es zu würdigen und werden es in Ehren halten“, sagte Werner Schul, Vorsitzender der Karl-May-Stiftung, bei der Übergabe am Freitagabend. Im Anschluss haben beide Objekte in der Dauerausstellung in der Villa Bärenfett einen Platz bekommen.

Nach seiner Pensionierung 1995 arbeitete Wüsteney in den Sommermonaten als Ranger in den beiden Nationalparks Mesa Verde und Bandelier im Südwesten der Vereinigten Staaten. „Ich hatte eine 40-Stunden-Woche und sonntags und montags frei“, erinnert sich der heute 83-Jährige. In seiner freien Zeit schaute sich der Hobby-Ethnologe in der Region um. So erkundete er während der acht Jahre seiner Tätigkeit als Ranger die Pueblo-Kulturen und stieß auf Märkten immer wieder auf Arbeiten verstorbener sowie noch lebender indianischer Künstler.

Nach einem Werk von Nampeyo hatte er lange Ausschau halten müssen, wie er berichtete. Denn die raren Töpferarbeiten sind begehrt. Auf Auktionen werden Stücke mit bis zu 50000 US-Dollar gehandelt.

Noch während seiner sommerlichen Rangertätigkeit begann Wüsteney, sein gesammeltes Wissen über die Pueblo-Kulturen mit Vorträgen an interessierte Zuhörer in der kalten Jahreszeit weiterzugeben. Im Jahr 1999 fragte der Münchner, der einst als Diplom-Ingenieur bei Siemens in Deutschland und in den USA gearbeitet hatte, im Karl-May-Museum nach. Im Januar 2000 folgte dann der erste Vortrag in Radebeul. Wüsteney kam immer wieder in die Lößnitzstadt. An diesem Sonnabend um 18.30 Uhr spricht er „Villa Nscho-tschi“ des Museums an der Karl-May-Straße über die Geschichte und Kultur von New Mexico. Es ist sein 20. Vortrag im Indianermuseum.

Von Silvio Kuhnert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Umland „Drei Hasselnüsse für Aschenbrödel“ - Märchenprinz besuchte Moritzburg

Vor 45 Jahren stand der tschechische Schauspieler Pavel Travnicek auf Schloss Moritzburg vor der Kamera. Er spielt den Märchenprinzen im Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Am Freitag besuchte Travnicek die einstige Filmkulisse wieder. Neben Autogrammen verkündete er die Gewinner des Wettbewerbs zur Aschenbrödel-Ausstellung.

26.01.2018

Zum Gespräch mit einem waschechten Bauern laden am Montag, dem 29. Januar, 18.30 Uhr Sebastian Schmidt vom Naturschutzbund Oberes Elbtal sowie Jens und Sybille Haufe vom Stadthofladen Interessierte ein.

26.01.2018

Der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) hat die Preise verglichen und herausgefunden: Die Pirnaer bekommen besondern günstig eine warme Wohnung.

26.01.2018
Anzeige