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Privatsammler schenkte dem Karl-May-Museum zwei Objekte der Pueblo-Kulturen

Radebeul Privatsammler schenkte dem Karl-May-Museum zwei Objekte der Pueblo-Kulturen

Der Privatsammler Jürgen Wüsteney hat dem Karl-May-Museum in Radebeul zwei Kunstwerke der indianischen Pueblo-Kulturen geschenkt. Beide Objekte fanden sofort einen Platz in der Dauerausstellung.

Jürgen Wüsteney schenkte dem Karl-May-Museum in Radebeul eine Tonfigur der Cochiti-Pueblo-Kultur sowie eine Tonschale der indianischen Künstlerin Nampeyo.

Quelle: Silvio Kuhnert

Radebeul. Die Sammlung des Karl-May-Museums in Radebeul ist um zwei Stücke indianischer Volkskunst reicher. Jürgen Wüsteneys, ein Münchner Privatsammler, schenkte dem Indianermuseum zwei Töpferkunstwerke der Pueblo-Kulturen des Südwesten der USA. Es handelt sich dabei zum einen um eine Tonschale im Bird-Design der wohl bekanntesten indianischen Töpferin des 20. Jahrhunderts, Nampeyo. Sie hat das Gefäß um 1910 gefertigt. Aus etwa der gleichen Zeit stammt zum anderen eine Tonfigur eines unbekannten Künstlers der Cochiti-Pueblo-Kultur. „Danke für das Geschenk. Wir wissen es zu würdigen und werden es in Ehren halten“, sagte Werner Schul, Vorsitzender der Karl-May-Stiftung, bei der Übergabe am Freitagabend. Im Anschluss haben beide Objekte in der Dauerausstellung in der Villa Bärenfett einen Platz bekommen.

Nach seiner Pensionierung 1995 arbeitete Wüsteney in den Sommermonaten als Ranger in den beiden Nationalparks Mesa Verde und Bandelier im Südwesten der Vereinigten Staaten. „Ich hatte eine 40-Stunden-Woche und sonntags und montags frei“, erinnert sich der heute 83-Jährige. In seiner freien Zeit schaute sich der Hobby-Ethnologe in der Region um. So erkundete er während der acht Jahre seiner Tätigkeit als Ranger die Pueblo-Kulturen und stieß auf Märkten immer wieder auf Arbeiten verstorbener sowie noch lebender indianischer Künstler.

Nach einem Werk von Nampeyo hatte er lange Ausschau halten müssen, wie er berichtete. Denn die raren Töpferarbeiten sind begehrt. Auf Auktionen werden Stücke mit bis zu 50000 US-Dollar gehandelt.

Noch während seiner sommerlichen Rangertätigkeit begann Wüsteney, sein gesammeltes Wissen über die Pueblo-Kulturen mit Vorträgen an interessierte Zuhörer in der kalten Jahreszeit weiterzugeben. Im Jahr 1999 fragte der Münchner, der einst als Diplom-Ingenieur bei Siemens in Deutschland und in den USA gearbeitet hatte, im Karl-May-Museum nach. Im Januar 2000 folgte dann der erste Vortrag in Radebeul. Wüsteney kam immer wieder in die Lößnitzstadt. An diesem Sonnabend um 18.30 Uhr spricht er „Villa Nscho-tschi“ des Museums an der Karl-May-Straße über die Geschichte und Kultur von New Mexico. Es ist sein 20. Vortrag im Indianermuseum.

Von Silvio Kuhnert

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