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Umland Potschappler Bahnhof wird für vier Millionen Euro zum Verwaltungssitz umgebaut
Region Umland Potschappler Bahnhof wird für vier Millionen Euro zum Verwaltungssitz umgebaut
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16:31 28.09.2017
Außenansicht vom Potschappler Bahnhof. Quelle: Kerstin Ardelt-Klügel
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Freital

In den nächsten zwei Jahren soll der Potschappler Bahnhof zum Verwaltungssitz der Freitaler Stadtverwaltung ausgebaut werden. Entsprechende Pläne stellte Baubürgermeister Jörg-Peter Schautz bei einer Vor-Ort-Begehung vor.

Noch ist der von etwa 1850 stammende Bau ein hohler Vogel. Vom Erdgeschoss bis unters Dach ist alles entkernt, vom Fundament her trocken gelegt und Kellerseitig verfüllt. Nun geht es weiter mit dem Gerüstbau Anfang Oktober und der Verlegung einer Nahwärmetrasse zwischen dem unmittelbar angrenzenden Rathaus und dem Bahnhof mit den Technischen Werken Freital als Wärmezulieferer. Anfang November beginnen dann Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten, die sich vor allem auf die Zwischenbauten beziehen. In diesem Bereich kommen die derzeitigen Dächer weg und werden durch moderne Staffelgeschosse in Holzständerbauweise mit begrünten Flachdächern ersetzt. Damit soll das Gebäude die Symetrie zurückerhalten, die es bei dem Bombenangriff auf Birkigt 1945 verloren hatte.

Wo früher Fahrkarten verkauft und sich Fahrgäste im Winter aufwärmen konnten, soll neben einem Bürgerzentrum ein Mehrzweckbereich entstehen, der u.a. für die Stadtteilarbeit aber auch für öffentliche Veranstaltungen nutzbar sein wird. In der Etage darüber werden insgesamt 40 Verwaltungsarbeitsplätze entstehen, so dass dann die gesamte Verwaltungsarbeit bis auf das Deubener Rathaus am Potschappler Standort konzentriert ist. Derzeit nutzt die Verwaltung noch Räume im ehemaligen Hainsberger Rathaus, dem heutigen TWF-Sitz. Darüber, im Dachgeschoss, entsteht Platz für Fraktionsräume. Über einen Fahrstuhl ist Barrierefreiheit zu allen Etagen garantiert. Der Mittelteil des Bahnhofsgebäudes soll mit seiner Verbindung zu den Bahngleisen erhalten bleiben. Die gesamt Nutzfläche beläuft sich auf rund 1350 Quadratmeter.

Das Vorhaben kostet rund vier Millionen Euro. Rund 1,5 Millionen Euro steuern Freistaat und Bund an Städtebau-Fördermitteln zu. Mit dem sanierten Gebäude und öffentlichen Nutzung erhält der Stadtteil Potschappel eine deutliche Aufwertung.

Von Kerstin Ardelt-Klügel

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