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Plossen:„Wir laufen auf einen Kollaps zu“

Unterschriftenaktion in Meißen Plossen:„Wir laufen auf einen Kollaps zu“

Sanierung ja, Ausbau nein. Das ist die Meinung vieler Bürger der Domstadt, wenn es um den geplanten Umbau der Plossenkurve auf der S 177 geht. Kurz vor Ablauf der Einwendungsfrist hat die Initiative „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“ 2484 gesammelte Unterschriften während der Stadtratsitzung am 23. August eingereicht.

Sanierung ja, Ausbau nein. Das ist die Meinung vieler Bürger der Domstadt, wenn es um den geplanten Umbau der Plossenkurve auf der S 177 geht.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Meissen.  Sanierung ja, Ausbau nein. Das ist die Meinung vieler Bürger der Domstadt, wenn es um den geplanten Umbau der Plossenkurve auf der S 177 geht. Kurz vor Ablauf der Einwendungsfrist hat die Initiative „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“ 2484 gesammelte Unterschriften während der Stadtratsitzung am 23. August eingereicht. Ute Czeschka von der Initiative „Bürger für Meißen“ wertet dies als ersten Erfolg. Denn die Stadt hat nun ihre Stellungnahme zum Projekt um Hinweise der Initiative ergänzt. „Wenn auch nicht mit der gewünschten Konsequenz aber es ist ein erster Erfolg, auf einem gemeinsamen Weg zu kommen“, betonte Czeschka.

Die Initiative geht davon aus, dass die Ausbaupläne auf falschen Verkehrszahlen beruhen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) zählte 2012 die Fahrzeuge auf der S 177 und prognostizierte, dass 2025 täglich rund 7500 Fahrzeugen die Kurve passieren werden – fünf Prozent davon wären Schwertransporter. Die Initiative zählte im Juli 2017 selbst und stellte fest, dass diese Werte bereits jetzt überschritten werden. Ein weiteres Problem sieht die Bürgerinitiative für den Neumarkt nahen. „Hier laufen wir auf einen Kollaps zu“, betont Ute Czeschka. Bereits im Februar fragten die Initiatoren Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos), wie hoch die Belastung des Neumarktes durch Fahrzeuge pro Tag sei. Die Zahlen überstiegen ebenfalls die Prognose des LaSuV. „Die letzte Straßenverkehrszählung fand turnusgemäß 2015 statt. Hierbei betrug der Tageswert 11101 Kfz in 24 Stunden. Der Schwerverkehrsanteil liegt bei 5,3 %. Die Spitzenstundenbelastung liegt bei 1450 Kfz pro Stunde“, ließ die Stadt verlauten.

Problematisch sind die Zahlen auch für die Bewohner der neugebauten Wohnblöcke, in denen vor allem Senioren leben. Die Bewohner nutzen die Sitzgelegenheiten an der Straßenseite schon lange nicht mehr, es sei einfach zu laut. So fordert die Bürgerinitiative nicht nur neue Verkehrszählungen, sondern auch Schadstoffmessungen. Die Stadt sieht das in ihrer ergänzten Stellungnahme ähnlich. Außerdem soll die geplante Umleitung durch den Schlosspark Siebeneichen verhindert werden, da dies laut Sammeleinwendung „einen erheblichen Eingriff in das Ökosystem und den kulturhistorischen Bestand“ darstelle. Auch diesen Punkt hat die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme ergänzt. Auch eine Vollsperrung über zwei Jahre soll überdacht werden, da sind sich Initiative und Stadt einig. Die Mitglieder fordern, dass eine Sperrung nicht länger als vier Sommermonate dauern darf, danach soll eine Ampelanlage eingerichtet werden.

Der nächste Schritt ist nun, eine Bürgerversammlung zu veranstalten, bei der Stadt, Initiative und Bürger zusammenkommen. „Das wurde uns seitens der Verwaltung mündlich zugesichert, dabei blieb es bisher“, so Czeschka. Derweil gehen bei der Bürgerinitiative beinah täglich neue Unterschriften ein, die 3 000 werden bald erreicht sein.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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