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Umland Plossen-Aufstieg: Meißen möchte Lkws aus maroder Kurve verbannen
Region Umland Plossen-Aufstieg: Meißen möchte Lkws aus maroder Kurve verbannen
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17:52 22.01.2018
Lkw-Fahrer haben auf dem Plossen-Aufstieg immer wieder Probleme, die Haarnadelkurve wegen der engen Platzverhältnisse und des schlechten baulichen Zustands zu nehmen.  Quelle: Stadt Meißen, Michael Eckardt
Meissen

 Die Stadt Meißen möchte den Lkw-Verkehr vom Plossen-Aufstieg verbannen. Auf dem maroden Abschnitt der Wilsdruffer Straße (S 177) mit der engen Haarnadelkurve zwischen Triebischtal und Plossenhöhe sollen keine Kraftfahrzeuge mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen mehr rollen. Einen entsprechenden Verbotsantrag möchte die Verwaltung dem Stadtrat in der nächsten Bauausschusssitzung zum Beschluss vorlegen.

Die Plossen-Kurve bereitet Kraftfahrern nicht nur wegen des schlechten Zustandes immer wieder Probleme. Lkws benötigen fast jedes Mal die gesamte Straßenbreite samt Fußweg, um in der Serpentine die Kurve nehmen zu können. Und wiederholt bleiben sie stecken, wenn ein anderes Fahrzeug ihnen entgegenkommt. Die Begegnung von Laster mit Laster hat gefährliche Fahrmanöver zur Folge, damit sie aneinander vorbeikommen. Um die Gefahrensituationen zu minimieren, hat die Untere Straßenverkehrsbehörde der Stadt bereits die Verkehrszeichen „scharfe Kurve“ und „Lkw 2. Gang benutzen“ sowie einen Verkehrsspiegel aufgestellt.

Diese Mittel helfen aus Sicht der Anwohner jedoch nicht. Auf einer Informationsveranstaltung vor einem reichlichen Monat bekam Holger Wohsmann den Unmut lautstark zu spüren. Der Leiter der Niederlassung Meißen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) war damals ins Rathaus gekommen, um die Pläne für den grundhaften Ausbau der Plossen-Kurve vorzustellen, der mindestens zwei Jahre Bauzeit unter Vollsperrung für alle Verkehrsteilnehmer bedeutet. Anstatt jedoch über Fahrbahnbreite, Böschungsbauwerke sowie die erforderlichen Umleitungsstrecken zu diskutieren, wurde er von den über 100 Teilnehmern der Informationsveranstaltung immer wieder mit der Forderung nach der Verbannung des Schwerlastverkehrs vom Plossen-Aufstieg konfrontiert. Wohsmann wies damals daraufhin, dass er als Verkehrsplanungsbehörde nicht für die Lenkung der Verkehrsströme zuständig sei. Dies sei Aufgabe der Verkehrsbehörden, informierte Wohsmann.

Die Stadt greift die Anregung auf. Mit einem Verbot von Fahrzeugen über 7,5 Tonnen werde dem schlechten Straßenzustand und den Belangen der Anwohner und Nutzer Rechnung getragen, schreibt OB Olaf Raschke (parteilos) in der Begründung des Verbotsvorschlags.

Wenn der Bauausschuss grünes Licht geben sollte, wird bis zu einer Umsetzung noch einige Zeit verstreichen. Denn die Stadt muss sich unter anderem mit der Landesverkehrsbehörde abstimmen, da unter anderem entlang der Autobahn 4 das Aufstellen von Hinweisschildern notwendig wird. Diese sollen Lkw-Fahrer auf dem Weg nach Meißen über die Autobahnabfahrt Dresden-Altstadt auf die Bundesstraße 6 und in Nossen auf die Bundesstraße 101 lotsen, damit sie nicht die Abfahrt Wilsdruff nehmen und in der Domstadt vor einem Sackgassenschild enden. Denn bei einem Verbot von Schwerlastverkehr in der Plossen-Kurve gibt es auf der Wilsdruffer Straße aus Richtung Süden kommend für Lkws spätestens ab der Gellertstraße kein Weiterkommen mehr.

Um den Lkw-Verkehr aus den Wohngebieten auf der Plossenhöhe auch nach dem grundhaften Ausbau der Serpentine zu verbannen oder ihn wenigstens spürbar zu reduzieren, greift die Verwaltung einen weiteren Vorschlag der Anwohner auf. Das Lasuv soll den Bau einer Querspange zwischen S 177 und B 6 im Bereich der Bockwener Telle über den Küchengrund prüfen. Diese neue Straßenverbindung könnte laut Verwaltung während des Ausbaus der Plossen-Kurve als Umleitungs- und danach als Entlastungsstrecke für die S 177 dienen.

Von Silvio Kuhnert

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