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Pirnaer sprechen sich für den Erhalt der Grünoase am Marktplatz aus

Kein Lückenschluss Pirnaer sprechen sich für den Erhalt der Grünoase am Marktplatz aus

Eine klaffende Wunde in Pirnas Altstadt oder die einzige grüne Oase am Markt? – Die Pirnaer konnten ihre Meinung zur Ecke Schlossstraße/Frongasse sagen. Das Ergebnis der Bürgerbefragung steht fest.

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Die überwiegende Mehrheit, die sich an der Bürgerbefragung zu einer Wiederbebauung des Eckgrundstückes Schlossstraße/Frongasse beteiligt haben, wollen, dass die Grünfläche am Pirnaer Marktplatz erhalten bleibt.

Quelle: Foto: Archiv

Pirna. Das Votum der Pirnaer Bürger, die sich an der Befragung zum Lückenschluss an der Ecke Schlossstraße/Frongasse beteiligt haben, ist eindeutig: „Mehr als 90 Prozent sprachen sich gegen eine Bebauung aus“, teilt Steffen Möhrs, Leiter der Fachgruppe Stadtentwicklung, das Ergebnis in einer Informationsvorlage für den Stadtrat mit. Insgesamt haben 587 Einwohner bei der Umfrage mitgemacht. Von ihnen lehnten 538 eine Wiederbebauung des Grundstücks an der Südostecke des Marktplatzes vor dem Internatsgebäude des Bilingualen Gymnasiums ab, nur 49 stimmten dafür. Fünf Stimmen waren ungültig.

Von Mitte September bis Mitte Oktober dieses Jahres fand die Bürgerbeteiligung auf Antrag der SPD/Grünen-Stadtratsfraktion statt. Es ging um die Frage, ob sich die Pirnaer wieder ein Gebäude auf dem Grundstück Schlossstraße 14 vorstellen könnten. Denn das Eckgrundstück ist erst seit mehr als 28 Jahren eine Freifläche. Das Haus, das dort ursprünglich stand, wurde im Februar 1989 wegen Bauschäden abgerissen. Bei dem Bau hatte es sich um eines der wertvollsten gotischen Stadthäuser gehandelt. Ursprünglich sollte es als Kopie wieder errichtet werden. Doch dazu kam es nicht, denn der Eilabriss machte eine gründliche Dokumentation sowie restauratorische Untersuchungen unmöglich. Durch einen Wettbewerb für Architekturstudenten kam die Idee einer Wiederbebauung des Areals auf. Jedoch stand nicht eine Rekonstruktion des gotischen Gebäudes zur Debatte, sondern ein Neubau.

Genau damit hatten einige Gegner des Lückenschlusses Probleme. Sie sind nur dann dafür, wenn ein Wiederaufbau nach historischem Vorbild erfolgt. Der Großteil wollte, dass die kleine grüne Oase in der Mitte der Altstadt erhalten bleibt. Sie lade zum Verweilen ein, diene als Ruhezone und den Kindern zum Spielen, waren viel geäußerte Meinungen in den Kommentarfeldern auf dem Abstimmungszetteln.

Laut Möhrs lässt „an dem deutlichen Abstimmungsergebnis“ auch der Umstand „keine ernsthaften Zweifel“ zu, dass zu Beginn der Befragung einzelne Personen mehrere Stimmzettel in die Urne steckten. Als die Verwaltung das sah, hat sie reagiert und die Zettel nur noch einzeln am Empfangstresen des Bürgerbüros ausgegeben. Angesichts des klaren Votums soll die Idee einer Wiederbebauung nicht weiter verfolgt werden.

Von Silvio Kuhnert

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