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Pirnaer Feuerwehr reinigt Schläuche vollautomatisch

Waschen und Prüfen Pirnaer Feuerwehr reinigt Schläuche vollautomatisch

Bei der Schlauchwäsche gehört die Pirnaer Feuerwehr jetzt zur schnellen Truppe. Was früher mehrere Tage dauern konnte, ist jetzt quasi in einem Waschgang von 15 Minuten erledigt. Möglich macht dies die neue Schlauchwaschanlage. „Sie ist so ziemlich die modernste Anlage, die es auf dem Markt gibt“, sagt Ortswehrleiter Peter Kammel.

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Gerätewart Peter Richter schließt einen Schlauch für die Druckprüfung an.

Quelle: S.K.

Pirna. Bei der Schlauchwäsche gehört die Pirnaer Feuerwehr jetzt zur schnellen Truppe. Was früher mehrere Tage dauern konnte, ist jetzt quasi in einem Waschgang von 15 Minuten erledigt. Möglich macht dies die neue Schlauchwaschanlage. „Sie ist so ziemlich die modernste Anlage, die es auf dem Markt gibt“, sagt Ortswehrleiter Peter Kammel. Neben Zeitersparnis bringt die Maschine einen weiteren Vorteil mit sich. „Sie ist sehr kompakt“, führt der Chef der Hauptwache weiter aus. Sie spart Platz.

Sechs Meter lang, 2,50 Meter hoch und 1,2 Meter breit ist das neue Gerät. Brandmeister und Gerätewart Peter Richter führt die Waschmaschine vor. Aus einem Behälter holt er einen roten Schlauch. „Den habe ich in Wasser eingeweicht“, berichtet der 58-Jährige, der den am Kupplungsteil befindlichen Barcode scannt. Dann führt er den Schlauch in die Maschine ein. Vollautomatisch läuft er nun durch zwei Bürsten und Hochdruckreinigungsdüsen und die Außenhaut wird anschließend gleich getrocknet.

Während der Waschvorgang noch läuft, wird der bereits trockene Teil auf einem großen Rad aufgewickelt. Wenn die Wäsche abgeschlossen ist, kuppelt Richter das Ende an ein zweites Rad, schließt die Glastür wieder. Beide Räder drehen sich. Der Schlauch wird auf beide verteilt und per Knopfdruck bläht er sich auf einmal auf. „Wir prüfen jetzt ob er dicht ist“, führt Richter, der seit 1982 bei der Pirnaer Berufswehr im Dienst ist, weiter aus. Dazu wird der Schlauch mit Druck mit Wasser gefüllt. 60 Sekunden lang muss ein Schlauch aus DDR-Zeiten zwölf Bar standhalten, ein neueres Fabrikat gar 16 Bar. Wenn er nicht leckt, wird das Wasser wieder rausgepresst und der Schlauch zusammengerollt.

Dabei wird er gleich noch vermessen. Im Schnitt 20 Meter ist ein Feuerwehrschlauch lang. Ein B-Schlauch darf maximal bis auf 18 Meter gekürzt werden. Misst er weniger, hat er ausgedient. Beim C-Schlauch seien noch 15 Meter Länge zulässig. „Sie unterscheiden sich im Durchmesser“, klärt Richter über den Unterschied auf. Ein B-Schlauch ist dicker als ein C-Schlauch.

Der ganze Waschvorgang dauert an die sieben Minuten, mit dem Einweichen kommen maximal 15 Minuten zusammen, bis Richter den trockenen und gewickelten Schlauch ins Regal legen kann. Früher nahm dieses Prozedere mitunter Tage in Anspruch. Da musste Richter jeden Schlauch über einen Waschtisch ziehen. Die Bürsten wurden zwar mit Strom angetrieben, alles andere verlief aber manuell. Und nach dem Waschen wurden die Schläuche zum Trocknen im Turm aufgehängt. Wenn eine feuchte Witterung herrschte, verging einige Zeit, bis sie aufgewickelt werden konnten. 450 B-Schläuche und 340 C-Schläuche besitzt die Pirnaer Feuerwehr. Sie nimmt die Reinigung auch für umliegende Wehren vor.

Waschen und Prüfen eines Feuerwehrschlauches ist nach jedem Einsatz Pflicht. Denn beim nächsten Brand soll nicht durch ein Leck der für das Löschen wichtige Wasserdruck aus der Spritze an Kraft verlieren. Zudem dient die Prüfung dem Unfallschutz. Ein platzender Schlauch birgt eine hohe Verletzungsgefahr für die Kameraden. Rund 68000 Euro hat die vollautomatische Waschanlage gekostet.

Von Silvio Kuhnert

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