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Umland Pirna will wie Meißen eine Bettensteuer einführen
Region Umland Pirna will wie Meißen eine Bettensteuer einführen
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16:06 28.05.2018
Quelle: Archiv
Meissen/Pirna

Wie die Stadt Meißen möchte auch Pirna Touristen künftig für Übernachtungen zur Kasse bitten. Die Sandstein-Stadt plant wie die Domstadt, ab 1. Januar 2019 eine Gästetaxe – auch Bettensteuer genannt – einzuführen. Während die Abgabe in Meißen bereits beschlossene Sache ist, steht das Votum des Stadtrates elbaufwärts in Pirna noch aus. Jedoch hat die Stadtverwaltung bereits einen Satzungsentwurf erarbeitet und den Räten jetzt als Informationsvorlage ausgereicht.

Die Zahl der Übernachtungen ist im vergangenen Jahr in beiden Städten gestiegen: 151037 zählte die Stadt Pirna in 2017, ein Plus von 22,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr; 141705 waren es von Januar bis Dezember 2017 in Meißen, ein Anstieg um 11,4 Prozent gegenüber dem Vergleichzeitraum in 2016. Mit Zuwächsen sind beide Städte zudem in das diesjährige Tourismusjahr gestartet. Mit 23243 Übernachtungen von Januar bis einschließlich März dieses Jahres – ein Plus von 27,7 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2017 – konnte Meißen in der sonst eher mauen Nebensaison mehr zulegen als Pirna, dessen Hotels und Pensionen mit mehr als zehn Betten – nur deren Angaben fließen in die Auswertung des Statistischen Landesamtes in Kamenz ein – in den ersten drei Monaten dieses Jahres 15385 Übernachtungen (ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017) zählten.

Die Domstadt verlangt ab kommenden Jahr 1,50 Euro für Meißen-Besucher pro Aufenthaltstag. Pirna will dagegen zwei Euro pro Gast und Übernachtung ab 1. Januar 2019 verlangen, wobei An- und Abreisetag zusammen einmal zu Buche schlagen, Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs keine Bettensteuer zahlen müssen und Schüler, Studenten, Auszubildende und Schwerbehinderte eine Ermäßigung erhalten. Über die Verwendung der Einnahmen aus der Bettensteuer können beide Kommunen nicht frei verfügen. „Die Erträge aus der Gästetaxe sind zweckgebunden. Sie müssen für die Erhaltung und Entwicklung der touristischen Infrastruktur verwendet werden“, berichtet die Pirnaer Stadtverwaltung. Dazu zählen allgemein beispielsweise die Instandhaltung und Beschilderung von Wanderwegen, die Unterhaltung öffentlicher Toilettenanlagen und Bereitstellung einer Tourist-Information verwenden.

Die Stadt Meißen möchte zudem weitere Angebote auf einer künftig einmal im Jahr stattfindenden Tourismuskonferenz gemeinsam mit Hoteliers und Pensionsbetreibern besprechen und festlegen. Seitens der Domstadt besteht beispielsweise die Idee, kostenfreies W-Lan im öffentlichen Raum zu installieren. Zusätzlich soll es ab 1. Januar 2019 eine Gästekarte mit neuen Leistungen für Meißen-Besucher geben.

Wer in Pirna die Gästetaxe bezahlt, bekommt ebenfalls eine Gästekarte ausgereicht. Ihr Besitzer bekommt Preisnachlässe auf den Eintritt nicht nur zu städtischen, sondern auch privaten Kultur- und Sporteinrichtungen. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Ostrzgebirge wird in den Gemeinden Bad Schandau, Königstein, Hohnstein und Bad Gottleuba-Berggießhübel bereits eine Gästetaxe erhoben.

Die Lößnitzstadt nimmt sich diese Kommunen nicht zum Vorbild. In Radebeul sei die Einführung einer Gästetaxe nicht geplant, sagte Kultur- und Tourismusamtsleiter Alexander Lange.

Von Silvio Kuhnert

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