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Pirna verwandelt sich in Shangri La

Tag der Kunst Pirna verwandelt sich in Shangri La

Am kommenden Wochenende gibt es den dies jährigen „Tag der Kunst" in Pirna. Wie sich am 1. und 2. Juli unter dem neugierig machenden Titel „Shangri La“ die Altstadt in einen paradiesischen Ort der Kunst verwandelt, berichtet Doris Schubert im DNN-Interview.

In der Schmiedestraße lohnt sich ein Blick nach oben, wie Doris Schubert zeigt. Denn dort hängt wieder die Straßengalerie.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Am ersten Juliwochenende lädt traditionell der „Tag der Kunst“ zu einem Besuch in Pirna ein. An mittlerweile zwei Tagen verwandelt sich die Altstadt in eine große Galerie. Was das diesjährige Motto „Shangri La“ zu bedeuten hat und was den Besuchern am 1. und 2. Juli geboten wird, sagt Doris Schubert im Interview.

Frage: Frau Schubert, am kommenden Wochenende steigt der diesjährige „Tag der Kunst“ in Pirna. Das Motto lautet „Shangri La“. Was hat dieser ungewöhnlich klingende Titel zu bedeuten?

Doris Schubert: Für den „Tag der Kunst“, den wir mittlerweile an zwei Tagen feiern, suchen wir immer ein spezielles Motto, was neugierig machen soll. Die Idee zu „Shangri La“ stammt vom Künstler Dirk Großer, er ist diesbezüglich immer sehr kreativ. Shangri La ist ein fiktiver Ort im Himalaya, und zwar in Tibet. 1933 erschien der Roman „Lost Horizon“ („Der verlorene Horizont“) von James Hilton, in dem er das Leben in einem abgelegenen Lama-Kloster am Shangri-Gebirgspass im Himalaya beschrieb. Man lebte dort in einer frei gewählten Weltabkehr, ohne jedoch auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation zu verzichten. Wichtig war den Klosterbewohnern die Abkehr von der Hast des Alltags. Shangri La ist ein Sehnsuchts-, ein Wohlfühlort.

Von dem Ort hatten Sie bereits vor dem Vorschlag von Herrn Großer gehört?

Ich kannte den Begriff vorher noch nicht, obwohl ich schon einmal in Tibet war. Auch den anderen vom Organisationsteam sagte der Name nichts. Im Internet fand wir dann ein Lied von Costa Cordalis aus dem Jahr 1976. Da singt er „Shangri La, Shangri La“. Und da stand fest: Das ist unser diesjähriges Motto. Es macht die Leute neugierig. Die Leute fragen wie Sie: Was ist das? Wir versuchen, aus Pirna auch so einen Wohlfühlort für zwei Tage zu machen, damit die Menschen einmal die vielen Baustellen und ihren Alltagstrott vergessen. Dafür bringen wir viel Kunst in die Altstadt.

Und was wird am kommenden Sonnabend und Sonntag, den beiden Kunsttagen, in Pirna geboten?

Der „Tag der Kunst“ besteht wieder aus drei Teilen. So wird die Schmiedestraße wieder Ort der Straßengalerie sein. In luftiger Höhe präsentieren 24 Künstler ihre extra zum Thema „Shangri La“ entworfenen Arbeiten. Dann gibt es wieder eine Schaufenstergalerie. In den Schaufenstern von 44 Geschäften stellen Künstler aus der Region Werke aus. Und mit Hilfe von Künstlern und dem Kunstverein Sächsische Schweiz verwandeln sich leerstehende Geschäfte in Galerien. Zudem öffnen sich die Türen zu Ateliers wieder. Die Besucher sollen an beiden Tagen die Altstadt erkunden, sich an Kunstwerken erfreuen und Kraft tanken.

Neben den Ausstellungen werden auch wieder verschiedene Veranstaltungen angeboten, oder?

Die Eröffnung des „Tages der Kunst“ ist am Sonnabend um 10.30 Uhr im Stadtmuseum Pirna. Dort wird das Fagott-Trio der Musikschule Pirna spielen. Danach ist unbedingt ein Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Inspirierende WanderWelten“ zu empfehlen, wo die Besucher die Grafiksammlung des Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz entdecken können. Um 11 Uhr geht es mit einem „Wandelkonzert“ von Annette Jahns in den Schlossbastionen weiter. Ab 11 Uhr ziehen Bläser von Lingner-Brass durch die Straßen und Gassen der Altstadt und sorgen an verschiedenen Ausstellungsorten für Musik. Auf dem Marktplatz zeigt von 11 bis 15 Uhr die „Dance Academy Dresden & Pirna“ ein Tanzprogramm. Indische Tänzen sind am Sonntag um 16 Uhr im Zollhof zu erleben. Und vom Uniwerk organisiert, gibt es am Sonntagabend Jazz im Pesthaus.

Um noch einmal auf den Titel „Shangri La“ zurückzukommen – ist Pirna so ein paradiesischer Sehnsuchtsort?

Am kommenden Wochenende wollen, wir, dass die Stadt so einer wird. Und ich persönlich lebe gerne hier. Ich bin viel in der Welt herumgekommen und kehre immer wieder sehr gern hierher zurück. Durch die Altstadt, das viele Grün ringsum, die Elbnähe und die Sächsische Schweiz ist Pirna eine Stadt, wo sich viele Künstler wohlfühlen – ich mich auch. Die Stadt unterstützt die Kunst auch sehr. So gibt es seit einigen Jahren den Kunstmarkt während des Canalettomarktes in der Adventszeit. Oder im Ratsaal sind bereits seit zwei Jahren Werke von Hernando León ausgestellt. Der chilenische Künstler hatte viele Jahre ein Atelier in Pirna, aus Altersgründen jetzt leider nicht mehr. Ihm haben wir den „Tag der Kunst“ zu verdanken. Denn von ihm stammt die Idee zu diesem Kunstfest.

www.tag-der-kunst-pirna.de

Von Silvio Kuhnert

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