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Umland Pirna vertraut weiter auf OB Hanke
Region Umland Pirna vertraut weiter auf OB Hanke
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21:16 15.01.2017
Der strahlende Sieger am Wahlabend: Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke regiert Pirna weitere sieben Jahre. Quelle: Foto: Daniel Förster
Pirna

Bei der OB-Wahl haben sich die Pirnaer gestern für Kontinuität an der Stadtspitze entschieden. Amtsinhaber Klaus-Peter Hanke (parteilos) ging als klarer Sieger hervor. Er erhielt laut vorläufigem Ergebnis 60,5 Prozent beziehungsweise 8613 der gültigen Stimmen. „Das ist ein klares Votum der Pirnaer“, sagte der glückliche Wahlsieger gegenüber den DNN und bedankte sich bei seinen Wählern. „Sie haben es mit Ihrer Stimme möglich gemacht, dass ich die gute Entwicklung der vergangenen sieben Jahre für unsere Stadt fortführen darf“, so Hanke. Er zeigte sich erleichtert, dass kein zweiter Urnengang notwendig wurde.

Bei seiner Wiederwahl konnte der 63-Jährige den Zuspruch in der Pirnaer Einwohnerschaft sogar deutlich steigern. Als er vor sieben Jahre das ersten Wahl zum Stadtoberhaupt gewählt wurde, erhielt er zwar auch 60 Prozent. Die Wahlbeteiligung war damals aber mit 30,5 Prozent weit geringer, sodass in absoluten Zahlen dieses Mal rund 2600 Pirnaer mehr für Hanke votierten als im Januar 2010. „Die Pirnaer haben mit ihrer Teilnahme an der Wahl gezeigt, was sie wollen“, sagte Hanke. 45 Prozent der 31 884 Simmberechtigten machten am gestrigen Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Laut Hanke ein gutes Ergebnis.

Das Stadtoberhaupt will sich jetzt an die Umsetzung der im Doppelhaushalt 2017/18 enthaltenen Vorhaben wie die erforderlichen Investition in Kindertagesstätten und Schulen machen. Hanke möchte auch in der kommenden Zeit der Oberbürgermeister aller Pirnaer sein. „Auch kritischen Stimmen werde ich weiterhin zuhören“, verspricht der Ratshauschef.

Der unabhängige Bewerber Tim Lochner erlangte 32,9 Prozent. Das waren 4687 der gültigen Wählerstimmen. Für den Tischlermeister und Stadtrat aus Jessen kann dieses Ergebnis als ein Achtungserfolg gewertet werden. Seine Kandidatur kam am 21. November vergangenen Jahres doch sehr überraschend. Anfang des Monats schloss er eine Bewerbung nach seinem Austritt aus der CDU noch aus. Lochner war unter anderem mit dem Nominierungsprozedere seiner Partei, wonach die Basis den Wunschkandidaten des Vorstandes nur noch abnicken sollte, nicht einverstanden und gab das Parteibuch ab.

Die CDU erlebte erneut ein Wahldebakel. Ihre Kandidatin Ina Hütter schaffte es nicht einmal aus dem einstelligen Prozentbereich heraus und kam lediglich auf 6,6 Prozent. Die Unternehmerin unterbot gar das bis dato schlechteste Ergebnis eines CDU-Kandidaten bei einer OB-Wahl von vor sieben Jahren. Da errang der heutige Vorsitzende der Stadtratsfraktion, Frank Ludwig, „noch“ 14,5 Prozent im ersten Wahlgang und trat zur zweiten Runde nicht an.

Zum zweiten Mal konnte der Stadtverbandschef und Landtagsabgeordnete Oliver Wehner mit seinem Wunschkandidaten beziehungsweise dieses Mal -kandidatin bei der Pirnaer Wählerschaft nicht punkten. Woran das liegen mag, sollte die Partei kritisch analysieren. Denn prinzipiell ist für die Christdemokratie in der Sandsteinstadt mehr drin. Von der Wende bis 2009 stellte die Union das Stadtoberhaupt, bei der letzten Stadtratswahl holte die CDU 34,13 Prozent.

Von Silvio Kuhnert

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