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Pirna fordert Autofahrern in 2017 wieder viel Geduld ab

Hochwassersanierung Pirna fordert Autofahrern in 2017 wieder viel Geduld ab

Ab Frühjahr kommenden Jahres müssen sich Autofahrer in Pirnas Innenstadt wieder auf Behinderungen im Straßenverkehr gefasst machen. Auf den beiden wichtigen Nord-Süd-Achsen, Maxim-Gorki- und Breite Straße, wird gleichzeitig gebaut.

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Quelle: dpa

Pirna. Autofahrer müsse sich im kommenden Jahr wieder auf erhebliche Behinderungen in Pirnas Innenstadt einstellen. Im Zuge der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 wird gleichzeitig auf zwei wichtigen Nord-Süd-Achsen gebaut, und zwar die Maxim-Gorki- und die Breite Straße. „Das wird für den Verkehr eine echte Herausforderung“, sagt Tiefbauamtsleiterin Kerstin Westermann.

Wenn es die Witterung zulässt, legen die Bauarbeiter auf beiden Straßenzügen im März los. Westermann spricht von komplexen Bauvorhaben und veranschaulicht dies beispielhaft an der Maxim-Gorki-Straße: „Hier sind vier verschiedene Auftraggeber und drei betreuende Planungsbüros am Werk. Das Vorhaben ist in zwölf Lose geteilt.“ So stehen die Erneuerung des Mischwasser- und des Trinkwasserskanals der Stadtwerke Pirna, die Instandsetzung der Gehwege sowie der Schwarzdecke auf der Gorki-Straße auf der Agenda. Zu dem rund 1,1 Millionen Euro teuren Projekt gehört auch die Kanal- und Asphaltsanierung der Siegfried-Rädel-Straße in Richtung Obi-Baumarkt. Mit der Fertigstellung ist Ende 2017 zu rechnen.

Zu diesem Zeitpunkt herrscht auf der Breiten Straße gerade erst Halbzeit. Bis Ende kommenden Jahres soll die Kanal- und Gehwegsanierung auf der Ostseite abgeschlossen sein. 2018 ist die Westseite dran.

Während der Bauzeit gilt auf beiden Verkehrsachsen jeweils eine Einbahnstraßenregelung. Die Breite Straße ist ab der B 172 nur in Richtung Dohnaischen Platz befahrbar. Auf der Maxim-Gorki-Straße rollt der Verkehr nur in Richtung Feldschlößchen-Kreuzung und somit von der Stadtbrücke zur B 172. „Die Hauptumleitung für Pkws verläuft über die Sachsenbrücke“, informiert Westermann.

Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung eine zeitliche Überlappung beider Vorhaben verhindern. Jedoch die Suche nach Baufirmen war im Laufe dieses Jahres ohne Erfolg geblieben. Für die Arbeiten auf der Breiten Straße ging gerade einmal ein Angebot ein, und das war doppelt höher als geplant. Auch auf die Ausschreibung der Bauleistungen für die Gorki-Straße ging im Rathaus kein wirtschaftliches Angebot ein. Grund: die Auftragsbücher der Baufirmen waren voll. Die Stadt hofft, bei ihrem neuen Anlauf in den Wintermonaten bessere Ausschreibungsergebnisse zu erzielen.

Einmal abgesehen von den großen Baustellen, zu denen auch die Fortsetzung der Hochwassersanierung auf der Dohnaischen Straße zählt, wird es insgesamt ruhiger auf den Straßen und Gassen der Innenstadt. 14 Vorhaben seien allein dieses Jahr fristgemäß beendet worden, berichtet Westermann. Im nächsten Jahr steht in der Altstadt noch die Instandsetzung der Schössergasse an.

2017 wird laut Westermann zum Brückenbaujahr. Entlang des Elberadweges auf der Altstadtseite möchte die Stadt gleich zwei Ersatzbauwerke in Angriff nehmen. Zum einen muss über die Gottleubamündung und zum anderen über den Struppenbach eine neue Fahrrad- und Gehwegbrücke gespannt werden. Auf der anderen Elbseite wird das durch das Juni-Hochwasser 2013 lädierte Brückenbauwerk am Wesenitzbogen durch einen Neubau ersetzt. Eine weiterer Brückenneubau ist an der Dietzmühle in Jessen erforderlich.

In Pirna-Neundorf ist der Baustart zur Erneuerung der Stützmauer an der S 174 zwar erst für Ende kommendes Jahres laut Wiederaufbauplan vorgesehen. Aber seit Montag ist die Straße bereits halbseitig gesperrt und Baustellenampeln regeln den Verkehr auf dem rund 350 Meter langen Abschnitt. „Die Wartezeit an den Ampeln ist sicher nicht für jeden erfreulich“, meint Westermann. Aber die Gefahr eines sogenannten Grundbruchs ist zu hoch, sprich die Fahrspur an der Stützmauer an der Gottleuba droht in den Fluss abzubrechen. Mit der halbseitigen Sperrung möchte die Stadtverwaltung verhindern, dass Fahrzeuge im Flussbett landen. Die Arbeiten an der Stützmauer beginnen im Oktober 2017 und werden sich bis November 2018 hinziehen.

Nach der Flut 2013 hat die Stadt Pirna beim Wiederaufbauprogramm von Bund und Ländern 123 Vorhaben angemeldet. Von diesen sind mit 94 gut 76 Prozent bereits fertiggestellt. 15 Wiederaufbauvorhaben befinden sich gegenwärtig in Realisierung. Bei 14 ist der Baustart noch nicht erfolgt. „Ich wünsche mir, dass alle Pirnaer noch etwas Geduld mitbringen“, sagt OB Klaus-Peter Hanke (parteilos). Der Wiederaufbau soll „nachhaltig und nicht husch, husch“ erfolgen. „Pirna wird in der Innenstadt dadurch ein ganzes Stück schöner werden“, ist sich das Stadtoberhaupt sicher.

Von Silvio Kuhnert

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