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Pirna erteilt Discounter eine Absage

Neubau abgelehnt Pirna erteilt Discounter eine Absage

Die Stadt Pirna möchte keinen weiteren Discounter im Umkreis der Innenstadt haben. Nachdem bereits die Verwaltung den Bauantrag des Dresdner Bauträgers IVG Grimmer negativ beschieden hatte, lehnte jetzt auch der Bauausschuss den von dem Unternehmen eingelegten Widerspruch ab.

Symbolfoto

Quelle: dpa

Pirna. Die Stadt Pirna möchte keinen weiteren Discounter im Umkreis der Innenstadt haben. Nachdem bereits die Verwaltung den Bauantrag des Dresdner Bauträgers IVG Grimmer negativ beschieden hatte, lehnte jetzt auch der Bauausschuss den von dem Unternehmen eingelegten Widerspruch ab. Grund: Stadtverwaltung und Stadtrat befürchten einen Verdrängungswettbewerb mit negativen Folgen fürs Stadtbild, sprich leerstehender Markthallen.

Die IVG Grimmer baut für bekannte Marken wie Aldi, Lidl, Penny sowie den roten und schwarzen Netto Verkaufshallen. Für einen dieser Lebensmittelketten wollte der Bauträger am Kreisverkehr Zehistaer Straße ein Objekt mit knapp 800 Quadratmeter Verkaufsfläche errichten. Wer am Ende einziehen sollte, stand noch nicht fest.

Um die Ansiedlung von Lebensmitteldiscountern und anderer Märkte zu steuern, hat der Stadtrat im Jahr 2010 zunächst ein Einzelhandelskonzept beschlossen. Bis Ende 2013 folgte dazu noch ein Bebauungsplan. Ziel der damals verabschiedeten Satzung ist es, Lücken bei der Nahversorgung der Bevölkerung zu schließen. Und bei dem von dem Bauträger auserkorenen Grundstück am Kreisel Zehistaer Straße kann die Stadt keinen Lückenschluss erkennen.

Denn dort befindet sich nicht nur in unmittelbarer Nachbarschaft bereits ein Discounter, sondern in einem Radius von 800 Metern sind es insgesamt acht sogenannter Verbrauchermärkte sowie ein Getränkemarkt. „Das Gebiet gehört zu den am stärksten mit Nahversorgern besetzten Bereichen in der Stadt“, informiert die Verwaltung. Im gesamten Stadtgebiet gibt es 18 Einkaufsmärkte.

Der hohen Dichte an Anbietern stehen zu wenige Einwohner und damit potenzielle Kunden gegenüber. „Allein ein Discounter mit 800 bis 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche benötigt nach allgemeiner Fachkenntnis rund 4000 Einwohner in seinem Einzugsgebiet“, berichtet die Verwaltung. Im Radius von 800 Metern um den Standort am Kreisverkehr leben zwar über 6300 Pirnaer. Sie haben aber schon jetzt die Möglichkeit, in dem Gebiet bei fünf ähnlichen Anbietern mit einer Ladenfläche von zusammen 5020 Quadratmetern einkaufen zu gehen. Hinzu kommt noch der Supermarkt im Einkaufszentrum an der Rottwerndorfer Straße mit einer Fläche von 1070 Quadratmetern sowie zwei Nachbarschaftsläden. Den vorhandenen Verkaufsflächen steht schon jetzt eine zu geringe Kaufkraft vor Ort entgegen. Laut Verwaltung würde mit dem angedachten Markt am Kreisverkehr ein weiterer Wettbewerber hinzutreten, der seinen Umsatz nur aus einer Umverteilung generieren kann. „Diese Umsatzumverteilung kann zu städtebaulichen Missständen führen, da Betriebsaufgaben anderer Anbieter mit daraus folgenden Leerständen nicht auszuschließen sind“, meint die Verwaltung, weshalb sie dieses Projekt auch ablehnt.

Laut dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept verträgt die Stadt innerhalb von zehn Jahren bis 2020 einen Zuwachs von rund 12 000 Flächenmetern Verkaufsfläche. Davon sind allein rund 8000 Quadratmeter für das Scheunenhofcenter vorgesehen. Dessen Bau soll in einem reichlichen Monat beginnen.

Von Silvio Kuhnert

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