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Pirna: Akteure sind bei Flüchtlingshilfe jetzt besser vernetzt

Pirna: Akteure sind bei Flüchtlingshilfe jetzt besser vernetzt

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Pirna. Bis zum Jahresende steigt die Zahl der Personen, die wöchentlich dem Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen zugeteilt werden, auf 200.

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Isabell Oertel und Thomas Lehnert engagieren sich wöchentlich sechs bis acht Stunden in der Flüchtlingshilfe.

Quelle: Hauke Heuer

Pirna. Diese Entwicklung stellt die Verantwortlichen nicht nur vor die Aufgabe, immer wieder neue Unterkünfte zu finden. Die Flüchtlinge müssen auch betreut werden. Ohne die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern wäre letzteres kaum möglich.

Die Pirnaer Isabell Oertel und Thomas Lehnert gehören zu den rund 15 aktiven Personen der Ökumenischen Arbeitsgruppe Flüchtlingshilfe Pirna, die sich seit Anfang des Jahres um die Asylbewerber in der Stadt kümmern. Einmal monatlich bieten sie meist im Gemeindezentrum Oase, Schloßstraße 6, ein Begegnungskaffee für Flüchtlinge und Deutsche an. "Wir wollen ein niederschwelliges Angebot schaffen. Die Teilnehmer essen Kuchen, trinken Kaffee und kommen miteinander ins Gespräch", sagt Oertel. "Auch Asylbewerber sind gestandene Menschen, denen wir auf Augenhöhe begegnen wollen. Sie sollen die Veranstaltung selber gestalten. Die Teilnehmer bringen zum Beispiel Instrumente mit und singen gemeinsam."

Das Begegnungskaffee erfreut sich steigender Beliebtheit: "Etwa 50 Menschen - Deutsche wie Flüchtlinge - kamen am Anfang, zuletzt waren es 150", sagt Lehnert. Auch er stellt klar, dass sich die Gruppe nicht als "Bespaßungskomitee" versteht, sondern einen Rahmen für den gegenseitigen Austausch schaffen will. "Wie das funktionieren kann, machen bei diesen Veranstaltungen die Kinder vor. Denen ist es egal, wo der Spielkumpel herkommt", sagt Lehnert. Die Gruppe will den Flüchtlingen zukünftig Wanderungen, Dampferfahrten, aber auch eine Besichtigung des Rathauses anbieten.

Den Schlüssel zur Bewältigung der eklatant steigenden Zuweisungen an den Landkreis und damit auch an die Stadt Pirna sehen die Ehrenamtlichen in der verbesserten Vernetzung der einzelnen Akteure. "Seit etwa fünf Wochen gibt es in Pirna eine Multiplikatorenrunde, an der sich Ehrenamtliche aber auch die Träger der Heime, wie die AWO, die Caritas und die Diakonie beteiligen. Viele wissen gar nicht, was es bereits gibt. Langsam funktioniert die Vernetzung aber und das Räderwerk setzt sich in Bewegung. Es herrscht Aufbruchstimmung", sagt Oertel. Man müsse aber auch erkennen, dass die Ehrenamtlichen langfristig nicht in der Lage seien, aus eigener Kraft für jeden Flüchtling ein Angebot zu machen, stellt Lehnert klar.

Das nächste Begegnungskaffee findet am 5. Dezember, 14.30 Uhr in der katholischen Kirche, Dr. Wilhelm-Külz-Str. 4, in Pirna statt.

Hauke Heuer

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