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Umland Parkhaus in Radebeul-West bietet nur Dauerstellplätze an
Region Umland Parkhaus in Radebeul-West bietet nur Dauerstellplätze an
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16:31 31.05.2018
1996 wurde das Parkhaus an der Güterhofstraße in Radebeul-West errichtet. Ein Betrieb mit Kurzzeitparken rentiert sich seit der Anfangszeit nicht. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
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Radebeul

In der Diskussion über eine Belebung des Zentrums Radebeul-West kommt immer wieder die Frage auf, was eigentlich aus dem Parkhaus an der Güterhofstraße wird. Das liegt keine 100 Meter von der Bahnhofstraße entfernt und könnte helfen, zur Lösung des Parkplatzproblemes dort beizutragen, wenn auf den vier Parkdecks das Kurzzeitparken erlaubt werde, ist eine wiederholt geäußerte Meinung.

1996 wurde das Parkhaus gegenüber dem Kötzschenbrodaer Bahnhofsgebäude errichtet. Es war das erste seiner Art in der Lößnitzstadt. Doch schon wenige Wochen nach der Eröffnung war klar, mit Kraftfahrern, die für Einkäufe, Arztbesuche oder anderer Besorgungen im Viertel ihren Wagen nur eine kurze Zeit abstellen wollen, war nicht ausreichend Geld zu machen, um das Parkhaus kostendeckend zu betreiben. Das Problem: Auf den Straßen ringsum sind Stellplätze kostenfrei zu haben. Die Betreiber setzten daher auf Langzeit- bzw. Dauerparker.

An dieser Nutzungsform hält auch Ralf Heidig fest. Seit 2014 ist er der Eigentümer des verklinkerten Quaders. „Tägliche Parkplatzsuche – Stress und Strafzettel können sie sich sparen“, lautet das Motto, mit dem er für seine Dauerstellplätze zum monatlichen Mietpreis ab 35,70 Euro bis 47,60 Euro wirbt. Über 100 Parkplätze hat er im Angebot, rund die Hälfte ist noch nicht belegt. Die Mieter sind überwiegend Ärzte und Gewerbetreibende aus der Gegend. Auch der ein oder andere Bewohner des Viertels nutzt die Möglichkeit, sein Auto trocken abzustellen. Seine Bestandsmieter wünschen sich keine Öffnung für Kurzzeitparker. „Sie schätzen sehr, dass das Parkhaus nicht öffentlich genutzt wird, da dadurch keine Parkschäden an ihren Fahrzeugen durch Ortskundige oder Fremde entstehen“, sagt der Eigentümer des Objektes.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum er auf Dauerparker setzt. Um das Gebäude für Kurzzeitparker wieder öffnen zu können, wären enorme Investitionen erforderlich. So müssten einerseits Kinderkrankheiten des Parkhauses abgestellt werden. Zu ihnen gehört beispielsweise das vierte Parkdeck plus der dazugehörigen Fahrrampe. Sie stehen offen ohne Überdachung und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Zum Parken bietet der Eigentümer die Fläche nicht an. Denn im Winter verwandelt sich die Rampe bei Schnee und Frost in eine gefährliche Rutschbahn. Zwar gibt es eine Heizungsanlage, um sie eisfrei zu halten. Doch sobald man die Fußbodenheizung anstelle, fange der Stromzähler zu rotieren an, so der Parkhausbesitzer. Die dadurch entstehenden Kosten könnten mit Erlösen aus Dauervermietung oder durch Kurzzeitparken nicht wettgemacht werden. Daher lässt er es lieber ungenutzt.

Andererseits haben Vandalen dem Gebäude zugesetzt. Graffitischmierereien sind die kleineren Schäden. So wurde der Fahrstuhl ein Opfer sinnloser Zerstörungswut. Zudem müsste der Eigentümer für eine öffentliche Nutzung eine neue Schrankenanlage installieren. Kostenpunkt rund 25000 Euro – eine Investition, die sich momentan nicht rentieren würde.

Von Silvio Kuhnert

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