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Umland Parkfest zum 20-jährigen Bestehen der Villa Teresa in Coswig
Region Umland Parkfest zum 20-jährigen Bestehen der Villa Teresa in Coswig
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09:48 26.06.2015
Christiane Matthé und Eva Koop stehen vor dem Flügel, den die in Coswig geborene Eugenia d'Albert einst von ihrem Patenonkel Carl Bechstein geschenkt bekam. Nach ihrem Tod bekam der Förderverein das Instrument angeboten. Quelle: Uwe Hofmann

Entsprechend wird das Vereinsjubiläum auch gewürdigt: mit einem Sommerfest am Sonntag ab 14 Uhr. Besucher erwartet bei kostenfreiem Eintritt ein kleines Programm sowie Führungen durch Park und Villa. Geboten wird keine Hochkultur, sondern Unterhaltungsmusik, um ein breites Spektrum an Besuchern anzulocken. So spielen die Bigband des Gymnasiums Coswig (14 Uhr), die Coswiger Gruppe Pressluft (15 Uhr), das Retroskop Duo mit Romy Räubertochter (16.30 Uhr) und die Coverband The Cashbags (18.30 Uhr).

Allerhand Trubel also, an den zur Gründungszeit des Vereins noch nicht zu denken war. Damals diente die sogenannte Musikervilla noch als Wohnhaus. Der Verein wurde dann auch mit ganz bescheidenen Zielen gegründet, nämlich Vereinsräume im Erdgeschoss zu schaffen, die für Konzerte genutzt werden könnten. Außerdem sollte an den ehemaligen Besitzer der Villa, den Komponisten Eugen d'Albert erinnert werden.

Dass seine Frau in Coswiger Zeit ebenfalls eine berühmte Musikerin war, daran habe man in der Anfangszeit noch nicht gedacht, erinnert sich Eva Koop, die heute Vereinsvorstand ist. Allmählich wurde Teresa Carreno allerdings immer wichtiger. Etwa als 1997 der Botschafter aus ihrem Heimatland Venezuela, Erik Becker Becker, seinen erneuten Besuch ankündigte. Damals habe man eilends ein Nutzungskonzept für das verlebte Wohnhaus gestrickt, das ordentlich Auftrieb für die heutige Villa Teresa bedeutete. Diese wurde nach einigem Hin und Her 2002 zum Kulturhaus umgebaut, wobei der Verein sechsstellige Beträge in die Beschaffung des Mobiliars steckte. Außerdem jagten die Mitglieder nach authentischen Stücken des Musikerehepaars d'Albert-Carreno, die heute teilweise in einem Museumsraum im Obergeschoss ausgestellt sind. Der überwiegende Teil der Sammlung liegt allerdings in einem Depot, ausgewählte Stücke, vor allem Fotos und Briefe, wurden 2013 in einem Katalog veröffentlicht.

Damit hat der Verein einen ordentlichen Beitrag an der Aufarbeitung der Vergangenheit geleistet und das Fundament für die heutige Nutzung des Hauses gelegt. Jetzt richtet man den Blick in die Zukunft. So sind ab dem Herbst Kinderkonzerte geplant, bei denen Kita- und Grundschulkinder in einem niederschwelligen Angebot klassische Musik vorgespielt und erläutert bekommen. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt und soll den Kindern ein echtes Konzerterlebnis bescheren, mit gedrucktem Programm, dem Gebot der Ruhe im Publikumsraum und einem kleinen Eintrittspreis von 2 Euro, für begleitende Erwachsene 4 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2015

Uwe Hofmann

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