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Umland Olaf Raschke knapp im Amt bestätigt
Region Umland Olaf Raschke knapp im Amt bestätigt
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07:51 24.09.2018
OB Olaf Raschke regiert weitere sieben Jahre in Meißen. Quelle: Foto: Uwe Hofmann/Archiv
Meissen

Die Wähler von Meißen haben sich gegen einen Machtwechsel und für Kontinuität an der Stadtspitze entschieden: Olaf Raschke (parteilos) bleibt Oberbürgermeister der Domstadt. Mit 43,5 Prozent oder 4772 Stimmen wurde der 55-Jährige im Amt bestätigt und beginnt nun seine dritte Amtszeit.

Sein Sieg fiel denkbar knapp aus. Denn Frank Richter (parteilos) – als ehemaliger Bürgerrechtler und einstiger Direktor der Landeszentrale für politische Bildung sein bekanntester Herausforderer – kam auf 42,6 Prozent (4675 Stimmen). 97 Stimmen oder 0,9 Prozentpunkte entschieden bei diesem Wahlkrimi über Sieg oder Niederlage. FDP-Stadtrat Martin Bahrmann erhielt 13,9 Prozent (1524 ) der gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 48,1 Prozent. 22917 Einwohner waren wahlberechtigt.

AfD gegen Frank Richter

„Gewonnen! Glücklich und geschafft! Jetzt können wir in Meißen wieder weiterarbeiten! Vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung!“, lautete Raschkes erste Reaktion über das soziale Netzwerk Facebook auf seinen Wahlsieg. Sein Herausforderer Richter erwies sich als fairer Demokrat. Er war einer der ersten, der dem alten und neuen OB im Rathaus gratulierte. Raschke regiert seit 2004 in Meißen und wurde für weitere sieben Jahre wiedergewählt.

OB-Kandidat Richter hatte einen knappen Ausgang der Wahl vorhergesagt. Das er allerdings am Ende das Nachsehen haben würde, hätte der 58-Jährige wohl selbst nicht vermutet. Denn nach dem ersten Wahlgang am 9. September schienen die Zeichen auf Machtwechsel in der Domstadt zu stehen. Richter hatte überraschend den ersten Wahlgang mit 36,7 Prozent gewonnen. Raschke kam mit 32,5 Prozent nur auf Platz zwei. FDP-Kandidat Bahrmann hatte 14,9 Prozent erreicht. AfD-Bewerber Joachim Keiler kam auf 13,7 Prozent und Bauunternehmer Heiko Lorenz (Sächsische Volkspartei, kurz: SVP)) auf 2,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung fiel mit 49 Prozent ein klein wenig höher aus. Da keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erzielt hatte, wurden die Meißner noch einmal an die Urne gerufen .

Favorit nach dem ersten Wahlgang: Frank Richter (parteilos). Quelle: Sebastian Kahnert, dpa

Zum entscheidenden Wahlgang am 23. September 2018 traten Lorenz und Keiler nicht mehr an. Während der SVP-Kandidat keine Wahlempfehlung aussprach und sich aus dem weiteren Wahlkampf heraushielt, machte die AfD gegen Frank Richter, der von der Bürgerinitiative „Bürger für MeißenMeißen kann mehr“ sowie von den Parteien SPD, Grüne und Linke unterstützt wurde, in sozialen Netzwerken und auf Flyern während der vergangenen 14 Tage massiv Stimmung und kolportierte unter anderem, dass Meißen für den studierten Theologen nur eine Zwischenstation sei und er politische Karriere auf Landesebene machen wolle. Auch wurde behauptet, dass er mehr Migranten nach Meißen holen würde. OB Raschke, der von der CDU unterstützt wurde, hat zwar nicht um Wahlunterstützung vonseiten der AfD gebeten, sich aber öffentlich vernehmbar davon auch nicht distanziert.

Nach dem OB-Wahlkampf zeigt sich die Meißner Stadtgesellschaft gespaltener denn je. Der denkbar knappe Ausgang spricht Bände. Auch zwischen den einzelnen Wahllokalen gibt es gewaltige Unterschiede. So konnte Richter in der Altstadt und auf dem Plossen sowie bei den Briefwählern punkten. Raschke dagegen im Triebischtal sowie den Stadtteilen Bohnitzsch und Cölln. Beide erhielten dort jeweils über 50 Prozent der Stimmen.

Von Silvio Kuhnert

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