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Oberarzt Matthias Kleinschmidt arbeitet aller zwei Jahre in ostafrikanischer Klinik

Oberarzt Matthias Kleinschmidt arbeitet aller zwei Jahre in ostafrikanischer Klinik

Matthias Kleinschmidt ist nicht nur Oberarzt an der Frauenklinik in Pirna. Er ist auch Doktor in Äthiopien. "Ich bin Vertretungsarzt für Schwester Dr. Rita Schiffer", berichtet er.

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Matthias Kleinschmidt steht vor einer Fotowand mit Bildern von Kindern, denen er bei der Geburt half.

Quelle: Silvio Kuhnert

Sie arbeitet im Attat-Hospital. Das befindet sich zirka 175 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Addis Ababa, im Gurageland, eine der ärmsten Regionen Äthiopiens. Im Einzugsgebiet leben rund eine Million Menschen.

Das Wort "Schwester" vor "Doktor" verwirrt beim ersten Hinhören. Doch Kleinschmidt klärt auf. Die Klinik gehört der katholischen Kirche Äthiopiens und dort arbeiten "Medical Mission Sisters". "Das ist ein Orden, den die Österreicherin Anna Dengel 1925 gegründet hatte. Ziel der Schwestern ist es, in den ärmsten Ländern der Welt eine medizinische Versorgung anzubieten", führt Kleinschmidt aus. Eine dieser Schwestern ist Rita Schiffer. Aller zwei Jahre macht sie drei Monate Urlaub. Als ihre Vertretung reist Kleinschmidt mit Eltern und Schwester an, die sich vor Ort abwechseln. Beim letzten Mal war er vier Wochen in der äthiopischen Klinik.

In dem ostafrikanischen Staat sterben jedes Jahr 20 000 Frauen sowie jedes fünfte Kind im Zusammenhang mit der Geburt. Um die Anzahl zu reduzieren, möchte auch Kleinschmidt einen Beitrag leisten. In diesem Jahr brachte er zwei Ultraschallgeräte ins Attat-Hospital. Eines stammt aus dem Klinikum Pirna, das andere hat Kleinschmidt selbst finanziert. Außerdem rief er das Babytuch-Projekt ins Leben: Jede Frau in Pirna bekommt bei der Geburt ein Babytuch. Darin können sie ihr Baby wickeln. Den Stoff ziert eine Schildkröte. Sie ist das Symbol des Attat-Hospitals. Geschneidert werden sie von zwei Frauen in Äthiopien. Durch die Bestellung des Pirnaer Rhön-Klinikums können sie und ihre Familien sicher leben.

Wer das Attat-Hospital finanziell unterstützen möchte: Spendenkonto: Missionsärztliche Schwestern Deutschland, Stichwort: Attat Hospital, Bank im Bistum Essen, BLZ 360 602 95, Kto-Nummer 47 40 00 15.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2013

S. K.

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