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Umland OB-Wahlsieger Raschke kündigt bessere Kommunikation mit Bürgern an
Region Umland OB-Wahlsieger Raschke kündigt bessere Kommunikation mit Bürgern an
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12:23 25.09.2018
Olaf Raschke Quelle: Stadt Meißen
Meissen

Olaf Raschke (parteilos) ist weitere sieben Jahre der Oberbürgermeister von Meißen. Am Sonntag wurde er mit 43,5 Prozent im Amt bestätigt. Im DNN-Interview nimmt er Stellung zum Vorwurf, ein Stadtoberhaupt von Gnaden der AfD zu sein, und er sagt, wie er die offenbar gewordene Spaltung der Stadtgesellschaft überwinden möchte.

Frage: Ein Tag nach Ihrer Wiederwahl zum Meißner OB: Herr Raschke, wie fühlen Sie sich?

Olaf Raschke: Ich bin nach Wochen intensiven Wahlkampfs immer noch etwas angespannt. Das wird sicher auch eine Weile dauern, bis man wieder ein bisschen stressfreier unterwegs sein kann.

Nach dem ersten Wahlgang lagen Sie in der Wählergunst noch 4,2 Prozentpunkte hinter Frank Richter zurück. Wie haben Sie die Wende geschafft, am vergangenen Sonntag beim entscheidenden zweiten Urnengang doch noch zu siegen?

„Ich mache Politik zum Wohle unserer Stadt.“

Mit dem gesamten Unterstützerteam habe ich in den vergangenen 14 Tagen intensiv gearbeitet. Wir waren in allen Stadtteilen unterwegs und haben mit ganz vielen Bürgern gesprochen. Die Suche nach dem persönlichen Kontakt war uns ganz wichtig. Das hat sicher zu dem Erfolg geführt. Für den Einsatz möchte ich meinem gesamten Wahlkampfteam danken.

Die AfD hat in den letzten Wochen und Tagen des Wahlkampfes massiv Stimmung gegen Frank Richter gemacht. Konnten Sie von dieser indirekten Wahlkampfhilfe profitieren?

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Olaf Raschke knapp im Amt bestätigt

Das ist absurd! Ich habe ganz klar gesagt, dass ich als Oberbürgermeister für alle Meißenerinnen und Meißener da bin und mich von keiner Partei oder Gruppierung vereinnahme lasse. Wer sich für eine erfolgreiche Stadtpolitik an meine Seite stellen möchte, ist herzlich willkommen. Ich mache Politik zum Wohle unserer Stadt. Was die AfD gemacht hat gegen Herrn Richter, habe ich so nicht weiter verfolgen können, da wir – mein Team und ich – uns auf unsere Themen konzentriert haben.

Sie sind also kein OB von Gnaden der AfD, wie von Unterstützern Frank Richters zu hören oder zu lesen ist?

Man kann viel an den Haaren herbeiziehen und versuchen, jetzt alles Mögliche in den Wahlausgang hineinzuinterpretieren. Ich betone nochmals: Ich mache Politik zum Wohle unserer Stadt. Bei mir gibt es keine Ausgrenzung oder Diskriminierung. Wichtig ist, dass wir erfolgreich für Meißen unterwegs sind. Dafür sind alle drei Kandidaten am Sonntag angetreten.

Mit 0,9 Prozentpunkte beziehungsweise 97 Stimmen Unterschied ist das Wahlergebnis zwischen Ihnen und Frank Richter sehr knapp ausgefallen. Das zeigt einmal mehr, dass die Stadtgesellschaft stark gespalten ist. Wie wollen Sie als OB Brücken bauen?

Bereits in der Wahlnacht sind Vertreter des Unterstützerteams von Frank Richter auf mich zugekommen und haben mir gesagt, jetzt müssen wir wieder nach vorne schauen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich denke, dass ist die richtige Basis und der richtige Weg, wenn wir gemeinsam Politik für unsere Stadt machen. Es geht nicht darum Menschen auszugrenzen, sondern Menschen mitzunehmen. Jeder soll sich mitgenommen fühlen. Wichtig ist, dass wir künftig die Kommunikation noch mehr verbessern, noch besser informieren und die Bürgerschaft noch intensiver einbeziehen.

Von Silvio Kuhnert

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