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Neujahrsempfang in Radebeul - Oberbürgermeister beschwört die "Stadtgesellschaft"

Merkelkritik und Medienschelte Neujahrsempfang in Radebeul - Oberbürgermeister beschwört die "Stadtgesellschaft"

"Unsicherheit", "Erwachen aus einer Illusion", "enorme emotionale Belastung" - es ist ein eher düsteres Bild von der Gesellschaft, das Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) in seiner Rede zum Neujahrsempfang in Radebeul malte.

Ordnungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU, 1.v.l.) und OB Bert Wendsche (parteilos, 5.v.l.) ehrten beim Neujahrsempfang Polizeihauptkommissar René Müller, Kriminalhauptmeisterin Bianca Curt, Polizeioberkommissar Andrej Kuschel und Polizeihauptmeister Magnus Ripberger (v.l.).

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. "Unsicherheit", "Erwachen aus einer Illusion", "enorme emotionale Belastung" - es ist ein eher düsteres Bild von der Gesellschaft, das Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) in seiner Rede zum Neujahrsempfang in Radebeul malte. Ohne die Flüchtlingskrise als wesentliche Ursache klar zu benennen, sieht er in ihr und der mit ihr verbundenen Gegenüberstellung von Helfern und Asylgegnern, eine "gigantische Herausforderung", der sich jeder einzelne aber auch die "Stadtgesellschaft" stellen müsse.

Wendsche plädiert dabei für Toleranz und Offenheit nicht nur gegenüber Flüchtlingen, sondern auch gegenüber denjenigen, die mit Unsicherheit auf die Vielzahl Asylsuchender reagieren und die Wendsche für die deutliche Mehrheit hält. "Im Bewusstsein dessen haben wir uns gerade auch im letzten Jahr bewusst dafür entschieden, auf die scheinbar einfachen Antworten zu verzichten, auf selbstgerechte Symbolpolitik ebenso wie auf Verurteilung oder gar Beschämung des Einzelnen in seiner Unsicherheit und Fehlbarkeit", zeigte der OB Verständnis für Asylskeptiker. Mit der Merkel-Aussage "Wir schaffen das!" auf die Herausforderung der Flüchtlingsunterbringung zu reagieren, sei "selbstgefällig und selbstgerecht", formulierte er eine harte Kritik an der Asylpolitik der Bundeskanzlerin. Auch die Medien kamen bei ihm nicht ungeschoren davon: "Befeuert von der Medienwelt gibt es ein buntes Potpourri immer neuer, schnell wechselnder, scheinbar unentrinnbarer Krisen - Klimakrise, Eurokrise, Griechenlandkrise, Ukrainekrise, Flüchtlingskrise, Krise, Krise, Krise -"

Demgegenüber beschwor der OB die Stadtgemeinschaft, die sich in Radebeul noch nicht in einzelne Fraktionen habe zerteilen lassen. Entsprechend führte er als erstes der im laufenden Jahr wichtigen Projekte auch eines an, das mehrheitlich von Bürgern getragen wird: das Aufhübschen des derzeit schmucklosen Eduard-Bilz-Platzes mit einem Brunnen.

Außerdem stellten die 2015 gemeinsam mit dem Karl-May-Museum beschlossene "Stadtraum und Ideenvision", die laufenden und anstehenden Schulsanierungen sowie der Ausbau des Pressenhauses im städtischen Weingut Hoflößnitz wichtige Weichenstellungen für die Zukunft dar. Für das derzeit in Planung befindliche Sanierungsgebiet in Radebeul-West, ein Projekt, das "uns als Stadtverwaltung besonders am Herzen liegt", schlägt Wendsche, einen "Stern der Bildung, des Lernens und der Lebensfreude" als einigendes Thema vor. Dieser beruht auf der sternförmigen Anordnung wichtiger Einzelprojekte wie des Doppelschulstandorts Kötzschenbroda, der evangelischen Grundschule, der alten Post als möglichem Standort für die Musikschule, der Kita Harmoniestraße und dem Bahnhofsgebäude.

Uwe Hofmann

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