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Neues Wolfsrudel bei Stolpen entdeckt

Fotofalle Neues Wolfsrudel bei Stolpen entdeckt

In der Region um Stolpen und Hohnstein ist ein neues Wolfsrudel entdeckt worden. Dies bestätigte das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“. Die Gruppe muss im Sommer vergangenen Jahres im Raum Stolpen/Hohnstein Welpen aufgezogen haben.

Einer der zwei Wölfe, die am 30. Oktober zwischen Stolpen und Stürza in die Radarfalle gingen
 

Quelle: Matthias Stark

Stolpen/Hohnstein.  In der Region um Stolpen und Hohnstein ist ein neues Wolfsrudel entdeckt worden. Dies bestätigte das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“. Der am 7. November nahe Stolpen überfahrene Wolfswelpe wurde vom Forschungsinstitut Senckenberg genetisch untersucht – mit dem nun vorliegenden Ergebnis, dass das männliche Exemplar zu einem bislang nicht erfassten Rudel gehörte. Die Wolfsgruppe muss im Sommer vergangenen Jahres im Raum Stolpen/Hohnstein Welpen aufgezogen haben, hieß es in der Erklärung des Kontaktbüros.

Bereits im Herbst hatte es einzelne Nachweise für ein Rudel gegeben: So gingen etwa am 30. Oktober zwischen Stolpen und Stürza zwei Wölfe in die Fotofalle. Auch am 4. Dezember lief ein Wolf vor die Kamera. Es blieb allerdings offen, ob es sich um ein neues territoriales Vorkommen handelte oder um durchziehende Exemplare.

Freistaat fördert Präventionsmaßnahmen

Am 25. und 26. Oktober wurde bei Dürrröhrsdorf-Dittersbach und Bad Gottleuba jeweils ein Schaf tot aufgefunden. In beiden Fällen ist nicht auszuschließen, dass ein Wolf die Tiere gerissen hat. Die Schafe waren lediglich angebunden worden. So sind sie den Wölfen schutzlos ausgeliefert. „Halter von Schafen und Ziegen sollten Vorkehrungen für den Schutz ihrer Tiere treffen“, empfiehlt André Klingenberger, Herdenschutzbeauftragter der Biosphärenreservatsverwaltung „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“. Nutztiere sollten mit einem geeigneten 100 bis 120 Zentimeter hohen Elektrozaun geschützt werden. Diese Präventionsmaßnahme wird zu 80 Prozent vom Freistaat gefördert. Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material werden seitens des „Wolfsmanagements in Sachsen“ nicht empfohlen, da sie über keine abschreckende Wirkung verfügen und lediglich eine physische Barriere darstellen. Erfahrungsgemäß werde ein solcher Festzaun von Wölfen leicht untergraben, übersprungen oder überklettert.

Im Monitoringjahr 2016/17 wurden im Freistaat 14 Rudel und vier Paare nachgewiesen, deren Territorien größtenteils in Sachsen liegen. Auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist neben der Neuentdeckung bereits ein Wolfspaar registriert. Das Zentrum des Territoriums liegt in Hohwald bei Neustadt/Sa.

Tierhalter, die Fragen zum Herdenschutz oder zur Förderung von präventiven Schutzmaßnahmen haben, können sich unter Tel.: 0172/3757602 an André Klingenberger wenden. Hinweismeldungen zum Rudel können jederzeit an die Landratsämter, das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel.: 035772/46762, Mail: kontaktbuero@wolf-sachsen.de) und das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und –forschung (Tel.: 035727/57762, Mail: kontakt@lupus-institut.de) gemeldet werden.

Von Junes Semmoudi

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