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Neuer Nutzer für Gewerbehalle in Pirna gesucht

Wirtschaft Neuer Nutzer für Gewerbehalle in Pirna gesucht

Als Flüchtlingsheim wird das Gebäude im Gewerbegebiet „An der Elbe“ nicht mehr benötigt. Jetzt gewinnt die ursprüngliche Idee eines Gründerzentrums wieder an Bedeutung.

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Bevor die Halle an der Fabrikstraße zu einer Asylbewerberunterkunft umgebaut wurde, sollte sie als Gründerzentrum dienen.

Quelle: Foto: Silvio Kuhnert

Pirna. Im Industrie- und Gewerbepark an der Elbe in Pirna ist von Herbst 2015 bis Frühjahr dieses Jahres eine Halle entstanden. Sie sollte eigentlich bis zu 160 Asylbewerber beherbergen. Weil die Zahl der Asylsuchenden seit Schließung der Balkanroute im Laufe dieses Jahres drastisch zurückgegangen ist, blieb die Halle bislang unbewohnt. Und an diesem Zustand wird sich auch nichts ändern. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge möchte seine Platzkapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen zurückfahren (DNN berichteten). In den Plänen des Landratsamtes Pirna spielt das Objekt an der Fabrikstraße als zentrale Unterkunft keine Rolle mehr.

Und nun? Bauherr und Eigentümer des Gebäudes ist die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP). „Den Entschluss, eine eigene Miethalle zu bauen, haben wir vor zwei Jahren gefasst“, berichtet SEP-Geschäftsführer Christian Flörke. Der Gedanke war, ein kleines Gründer- und Technologiezentrum mit flexiblen Grundriss zu schaffen. Bis zu drei junge Unternehmen, die noch nicht über ausreichend Finanzmittel verfügen, einen eigenen Firmensitz selbst zu errichten, sollten sich in den Bau einmieten können. Im Herbst 2015 war Grundsteinlegung. Gleichzeitig stiegen damals die Flüchtlingszahlen dramatisch an. Die Halle wurde durch den Einbau von Wohneinheiten zu einem Flüchtlingsheim umgerüstet.

Über die zukünftige Nutzung muss sich die SEP theoretisch vorerst keine Gedanken machen. Der Mietvertrag mit der landkreiseigenen Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Sächsische Schweiz (GVS) ist für 68 Monate bzw. fünfeinhalb Jahre abgeschlossen. Generell zeigt sich die SEP aber offen, den Mietvertrag vorzeitig aufzuheben. Flörke ist nicht abgeneigt, die Halle seiner ursprünglichen Bestimmung zu zuführen. Allerdings soll sich eine Vertragsaufhebung mit GVS für die SEP kostenneutral gestalten. Sie hat für das Objekt in der jetzigen Form mit den Wohneinbauten rund 1,8 Millionen Euro ausgegeben.

Im Inneren sind auf zwei Etagen fast 35 Raumeinheiten, zwei Multifunktionsräume, Sanitärtrakt und Küche entstanden. „Man könnte wunderbar eine Wohnnutzung reinbringen“, meint Flörke. Allerdings ist das Wohnen in einem Gewerbegebiet nicht erlaubt. Der Gesetzgeber hat im Baugesetzbuch nur eine Ausnahme für Asylsuchende gemacht.

Um die Einbauten nicht gleich wieder rausreißen zu müssen, wäre eine Umfunktionierung in Büros denkbar. „Hier könnte ich mir ein Institut der TU Dresden als künftigen Nutzer vorstellen“, so Flörke. Gespräche dazu führt er bereits. Allerdings wohnen die Mitarbeiter alle in der Landeshauptstadt. Von der Lage der Halle her sieht Flörke darin aber kein unlösbares Problem: „Sie ist ab dem S-Bahnhaltepunkt Großsedlitz fußläufig zu erreichen.“

Wenn eine Büronutzung nicht zustande kommen sollte, wäre der Rückbau zur ursprünglich geplanten Werkhalle eine weitere Option. Drei große Werktore liegen für diesen Fall unter der Sachsenbrücke bereit.

Von Silvio Kuhnert

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