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Neue Sonderausstellung in den Wagner-Stätten widmet sich dem Leben von Franz Wilhelm Beidler

Neue Sonderausstellung in den Wagner-Stätten widmet sich dem Leben von Franz Wilhelm Beidler

Von Lug und Trug, Meineid und Verleugnung handelt die neue Sonderausstellung im Jagdschloss Graupa. Den Stoff dazu, wie könnte es anders sein im Pirnaer Ortsteil, liefert Richard Wagner.

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Kuratorin Dr. Verena Naegele zeigt auf ein Babyfoto von Franz Wilhelm Beidler, dem verleugneten und ersten Wagner-Enkel. Er war der Sohn der ersten unehelichen Tochter des berühmten Komponisten mit Cosima.

Quelle: Silvio Kuhnert

Das Familiendrama ist nicht das Libretto für eine Oper, sondern sie wurde vom wahren Leben geschrieben. Unter dem Titel "Aufrecht und konsequent - Wagners Schweizer Enkel und Bayreuth" wird über das Leben von Franz Wilhelm Beidler berichtet. Zur morgigen Eröffnung kommt seine Tochter und Urenkelin des berühmten Komponisten, Dagny Beidler, in die Richard-Wagner-Stätten.

Ihr Vater erblickte 1901 das Licht der Welt als erster Enkel von Richard Wagner. Seine Mutter Isolde wurde 1865 geboren. "Es war das erste uneheliche Kind von Wagner und Cosima", informiert Kuratorin Dr. Verena Naegele. Gemeinsam mit Sibylle Ehrismann erarbeitete sie die Ausstellung. Beide verfassten auch ein Buch zu dem spannenden Thema.

Cosima war damals noch mit Hans von Bülow verheiratet. Erst 1870 wurden beide geschieden. Wagner hat die Vaterschaft an seinen beiden älteren Töchtern verleugnet. "Gegen die Mutter strengte Isolde einen Gerichtsprozess um Anerkennung als Tochter Wagners an", berichtet Naegele. Doch aufgrund eines Meineids Cosimas hat sie den Prozess verloren. Das war 1913 und Wagner längst verstorben. Aus Anlass des 100. Jahrestages sowie dem 200. Geburtstages des Komponisten haben sich Naegele und Ehrismann diesem Thema und der Biographie des verleugneten Enkels intensiv gewidmet.

Franz Wilhelm Beidler kam zum Studium nach Berlin. Dort engagierte er sich in der sozialistischen Bewegung und heiratete eine Jüdin, während der Wagner-Clan in Bayreuth bereits in den frühen 20er Jahren eine Liaison mit den Nationalsozialismus einging. Beidler machte sich für ein anderes Wagner-Bild stark, und zwar Wagner als Revolutionär. 1934 musste er mit seiner Frau aus Deutschland fliehen. Er kam in die Schweiz, wo er unter anderem für Thomas Mann und als Sekretär des Schweizer Schriftstellerverbandes arbeitete und 1981 verstarb. "Ein Muss für Graupa!", dachte sich sofort OB Klaus-Peter Hanke (parteilos), als er die Ausstellung zum ersten Mal in diesem Sommer in Bayreuth sah, und holte sie nach Graupa. Dort ist sie im Jagdschloss und im Lohengrinhaus bis zum 28. Februar 2015 zu sehen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt zählten die Richard-Wagner-Stätten über 11 000 Besucher in diesem Jahr. 1050 nahmen an Führungen teil. Im vergangenen Jahr suchten rund 24 000 Menschen das Museum und die Veranstaltungen im Konzertsaal auf. "Es war das Eröffnungs- und Wagner-Jahr. Außerdem war das Museum in Bayreuth geschlossen", sagt Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP). Jetzt sind die Richard-Wagner-Stätten in der Normalität angekommen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2014

Silvio Kuhnert

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