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Umland Neue Rettungswache in Coswig geht Mai in Betrieb
Region Umland Neue Rettungswache in Coswig geht Mai in Betrieb
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16:16 12.10.2018
Bis zu 4000 Einsätze im Jahr sollen von der neuen Rettungswache einmal gefahren werden. Quelle: Uwe Hofmann
Coswig

Im Mai 2019 geht die neue Rettungswache in Coswig in Betrieb. Er sei optimistisch, dass das neue Gebäude an der Dresdner Straße wie geplant nach einem reichlichen Jahr Bauzeit in Besitz genommen werden könne, sagt Frank Oßwald. Er ist im Landratsamt Meißen Amtsleiter für Brand-, Katastropenschutz- und Rettungswesen. Zwei Rettungswagen werden in der Wache untergebracht, einer mehr als bisher – der Grund für den Neubau.

Denn nach einer wechselvollen Geschichte, in der die Coswiger Rettungswache erst – mit einem Wartburg-Kombi als Einsatzfahrzeug – in der damaligen Poliklinik an der Radebeuler Straße untergebracht war, dann in die Coswiger Fachklinik und schließlich ins Radebeuler Krankenhaus wanderte, ist die Wache seit elf Jahren wieder im Gebäude Radebeuler Straße 9 untergebracht. Ein Rettungswagen ist dort 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Nach neuem Einsatzplan soll zu dem Gefährt aber ab dem Jahresbeginn 2019 ein weiteres hinzukommen, das zunächst zwölf Stunden am Tag in Bereitschaft ist. „Das konnten wir jedoch in den Räumen an der Radebeuler Straße nicht unterbringen“, sagt Oßwald.

Bei der Suche nach Ausweichquartieren ist man rasch auf das Grundstück an der Dresdner Straße gekommen. Das gehörte der Wasserversorgung Brockwitz-Rödern, die dort vor Jahren Brunnen betrieben hatte, die jetzt aber nicht mehr gebraucht würden, wie Pia Engel, Chefin der Wohnbau- und Verwaltungs-GmbH, sagt. Das kommunale Wohnungsunternehmen WBV kaufte das Areal und errichtet für 1,4 Millionen Euro die neue Rettungswache. „Wir als Landkreis haben einen Mietvertrag für 20 Jahre abgeschlossen, den Rettungsdienst betreiben die Malteser“, erläutert Oßwald die Rahmenbedingungen.

Das neue Gebäude ist dabei für den Transport von an Infektionskrankheiten leidenden Patienten ausgelegt, etwa Tuberkulosekranke, die in die Coswiger Lungenklinik müssen. Dafür wird in die Wache eine eigene Dekontaminierungsstrecke eingebaut, in der das Fahrzeug und Geräte gewaschen und auch das Personal – nach Geschlecht getrennt – in spezielle Duschen geleitet wird. Hinzu kommen allerhand Funktions-, Verwaltungs-, und Sanitärräume für die sechs Mitarbeiter. Ein Ausbildungsraum ist so großzügig ausgelegt, dass er für eine etwaige Erweiterung genutzt werden kann, so wie auch das Dach eine Aufstockung erlaubt. „Aber das wird hoffentlich so bald nicht nötig sein“, sagt Oßwald.

Er hat nämlich auch andernorts viel mit Neubauplänen zu tun. So soll in Radebeul voraussichtlich im Juni 2020 eine neue Wache mit drei Fahrzeugen an den Elblandkliniken in Betrieb gehen, Pläne für Neubauten gibt es auch in Moritzburg, Lommatzsch und Großenhain.

Von Uwe Hofmann

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