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Umland Neue Lokwerkstatt in Freital-Hainsberg
Region Umland Neue Lokwerkstatt in Freital-Hainsberg
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08:45 04.07.2016
Unmittelbar neben dem Ausfahrgleis wird sich bis zur Güterbahnhofstraße der Werkstattanbau erstrecken.  Quelle: Peter Weckbrodt
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Freital

 Bei der Weißeritztalbahn wird nicht gekleckert, da geht es spätestens seit Jahresbeginn richtig zur Sache, und daran wird sich auch bis Ende 2017 wenig ändern. Offenbar hat der Freistaat Sachsen sein Herz für das schmalspurige Bähnlein entdeckt, jedenfalls fördert er es finanziell recht kräftig. Nach rund 15 Millionen Euro für den Wiederaufbau der 2002 flutzerstörten Strecke bis Kipsdorf gibt es nun - quasi als Nachschlag - noch mal 2,8 Millionen Euro für den grundhaften Ausbau der von der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG in Freital-Hainsberg betriebenen Lokwerkstatt. Auch der VVO ist mit dabei, seine Zweckverbandsversammlung beschloss eine Komplementärfinanzierung in Höhe von 10 Prozent der Kosten, das wären dann 280 000 Euro.

Die Notwendigkeit, den gut 80 Jahre alten Lokschuppen auf die Höhe der Zeit, auch in Sachen Arbeitsschutz und Energieeffizienz zu bringen, steht außer Zweifel. Es gibt weitere gute Gründe, das Vorhaben zügig in Angriff zu nehmen. „Ein absolutes Manko besteht für uns darin, dass wir seit der Flutkatastrophe hier in Freital zwei Instandhaltungskapazitäten vorhalten müssen. Unsere Dampf- und Diesellokomotiven werden im Hainsberger Lokschuppen gewartet. Die Wagen hingegen müssen mit dem Tieflader in die Werkstatt am Bahnhof Freital-Potschappel gebracht werden. Damit verbunden ist auch die Teilung der Schlosserkapazität.“, erläutert Mirko Froß, der Eisenbahnbetriebsleiter der SDG, eines das Grundproblem. „Im vorhandenen Lokschuppen haben wir baubedingt nicht die erforderliche freie Deckenhöhe, um Wagen ausreichend anhaben zu können, wenn deren Drehgestelle zu wechseln sind. Weil der Lokschuppen, wie die gesamte Weißeritztalbahn aber unter Denkmalschutz steht, können wir nach Oben nicht Platz schaffen. Dazu bedarf es eines größeren Anbaus.“

Mit dem Anbau sind auch Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen durchzuführen. Der im vorhandenen Bauwerk integrierte Behälter mit einem Fassungsvermögen von maximal 15 m3 Wasser für die Lok muss erhalten bleiben. Andererseits sind, so Froß, eine ganze Reihe von Anbauten, die über die Jahre hinzu kamen, zu beseitigen. Zwangspunkte für die Planung sind die vorhandene Güterbahnhofstraße am westlichen Betriebsgeländes und die Option zum Bau einer Umgehungsstraße für Freital auf der Nordseite des Bahnhofes.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird die den Bahnsteigen zugewandte in Fachwerk und Klinkern ausgeführte Giebelseite des Lokschuppens optisch unverändert bleiben. Auf der Rückseite wird hingegen ein in der Außenfarbe passend gehaltener umfangreicher Anbau präsent werden.

„Unsere Zeitplanung sieht vor, in diesem Jahr die Leistungen europaweit auszuschreiben und möglichst auch noch zu vergeben. Baubeginn könnte folglich im Frühjahr 2017 sein, die Fertigstellung spätestens im Frühjahr 2018.“, gibt sich der Bauherr optimistisch.

Von Peter Weckbrodt

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