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Neue Gewerbehalle in Pirna wird Asylunterkunft

Pirna Neue Gewerbehalle in Pirna wird Asylunterkunft

Im Industrie- und Gewerbegebiet "An der Elbe" in Pirna wächst an der Fabrikstraße derzeit eine Gewerbehalle in die Höhe. Das Gerippe des Gebäudes mit einer Fläche von knapp 1200 Quadratmetern samt Büro- und Sanitärtrakt steht bereits.

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Archivbild

Quelle: JV

Pirna. Im Industrie- und Gewerbegebiet "An der Elbe" in Pirna wächst an der Fabrikstraße derzeit eine Gewerbehalle in die Höhe. Das Gerippe des Gebäudes mit einer Fläche von knapp 1200 Quadratmetern samt Büro- und Sanitärtrakt steht bereits.. Der Bauherr, die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP), wollte den Gewerbebau ab Frühjahr kommenden Jahres ursprünglich an kleinere Unternehmen vermieten. "Zurzeit liegen keine gewerblichen Anfragen für die Halle vor", berichtet SEP-Geschäftsführer Christian Flörke. Deshalb bietet das städtische Tochterunternehmen den Bau dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber an.

Über 700 Asylsuchende leben bereits in der Canalettostadt. Bis Ende kommenden Jahres könnte ihre Zahl laut der aktuellen Prognose des Landratsamtes auf bis zu 1600 Flüchtlinge anwachsen. Bei der Unterbringung setzte die Stadt bisher auf die dezentrale Lösung in Wohnungen. Diese Strategie verfolgt die Stadt auch weiterhin, so OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) im DNN-Interview. Die Gewerbehalle soll interimsmäßig als Gemeinschaftsunterkunft dienen.

"Es wird keine Notunterkunft sein", berichtet Flörke. Im Gegensatz zur Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates im ehemaligen Praktiker-Baumarkt in Heidenau oder zum Notquartier des Landkreises im Berufsschulzentrum in Pirna-Copitz werden nicht bloß Feldbetten aufgestellt. Sondern auf zwei Etagen werden in der Halle kleine Wohneinheiten errichtet. Die Zeit der Unterbringung eines Asylbewerbers ist damit nicht auf sechs Monate limitiert, wie es in Notunterkünften der Fall ist, sondern sie können theoretisch bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens in der Halle wohnen.

Ein Zimmer ist rund 35 Quadratmeter groß und bietet Platz für bis zu fünf Personen. Rund 160 Asylbewerber sollen dort insgesamt leben können. Sie erhalten kleine Küchenbereiche mit Herd und Kühlschrank, damit sie sich selbst versorgen. Ein Cateringservice ist nicht angedacht. Im Bürotrakt entstehen Wohneinheiten für Familien. "Die Menschen sollen sich wie in einer normalen Wohnung bewegen können", so Flörke. Darüber hinaus sind Schulungsräume für den Deutschunterricht und Zimmer für weitere Integrationsangebote angedacht. Der Mietvertrag mit der landkreiseigenen Grundstücks- und Verwaltungsgesellschaft Sächsische Schweiz (GVS) soll für fünf Jahre abgeschlossen werden. Die Fertigstellung der Halle ist für April 2016 geplant.

Silvio Kuhnert

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