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Umland Neubau der Feuerwache Radebeul-Ost wird ein „Lichthaus“
Region Umland Neubau der Feuerwache Radebeul-Ost wird ein „Lichthaus“
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11:43 01.11.2017
Viel Glas und eine gemessen an den Anforderungen des Zweckbaus feingliedrige Architektur machen den Gewinnerentwurf aus. Quelle: Richter Musikowski Architekten GmbH
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Radebeul

Strahlende Aussichten für die 32 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Radebeul-Ost: Sie bekommen ein „Lichthaus“ als neues Feuerwehrgerätehaus auf die grüne Wiese südlich der S-Bahnstrecke an der Schildenstraße gebaut. Mit diesen Worten beschreibt Architekt Jan Musikowski den gemeinsam mit Bürokollege Christoph Richter eingereichten Entwurf, der beiden bei einem von Radebeul für den Feuerwachenneubau ausgelobten Architekturwettbewerb den ersten Preis eingebracht hat. Es handelt sich um einen länglichen Bau, der mit viel Glasflächen und seiner vergleichsweisen Feingliedrigkeit die Preisjury überzeugt hat. Alle sieben Preisrichter, darunter mit Dirk Pussert auch der Architekt des mehrfach preisgekrönten Feuerwachenneubaus in Kötzschenbroda, haben nach mehr als zwölfstündiger Beratung für den Entwurf des Berliner Büros gestimmt, der sich unter 26 Mitbewerbern durchsetzte und ein Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro einstrich.

Damit traf es keine Unbekannten. Richter und Musikowski – die sich übrigens als Mitarbeiter der Technischen Universität Dresden kennen lernten – lieferten den Entwurf für das Berliner Futurium, eine Mischung aus Zukunftslabor und -museum, das bis September am Berliner Spreebogen zwischen Reichstag und Charité entstanden ist. Im kleineren Maßstab solle auch die Feuerwache ein Leitbau für Radebeul werden, kündigt Musikowski an.

Das wird allerdings nicht vor 2019 geschehen. Der Stadtrat muss noch den Planungsauftrag an das Berliner Büro vergeben, dann sollen bis spätestens September 2018 die Entwürfe soweit voran gebracht werden, dass Radebeul einen Fördermittelantrag stellen kann. Bis dahin muss auch entschieden werden, ob die von den Architekten vorgeschlagene Photovoltaikanlage auf dem Dach, die Zisterne für Regenwassergewinnung und die Nutzung von Geothermie technisch machbar und finanzierbar ist. Eine von der Stadt im Vorfeld des Architekturwettbewerbs in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie hatte Baukosten in Höhe von rund drei Millionen Euro ergeben, wobei etwa 1,9 Millionen Euro für das eigentlich Gebäude, der Rest für Außenanlagen und Ausstattung veranschlagt waren. 2019 und 2020 könnte gebaut werden.

Im Wettbewerb hat es zwei Anerkennungen (Preisgeld 1250 Euro) einen zweiten (7500 Euro) und einen dritten Preisträger (5000 Euro) gegeben. Neben dem Entwurf von Richter Musikowski wurde zuletzt und sehr hartnäckig noch über den Entwurf des Plauener Büros Neumann Architekten BDA diskutiert, der eine Schrägstellung der Feuerwache im schmalen Grundstück aus ästhetischen und praktischen Gründen vorschlägt, wie der Juryvorsitzende Lür Meyer-Bassin verrät. Durchgesetzt haben die Berliner sich wohl, weil sie den Spagat zwischen anspruchsvoller Architektur – als einzige schlagen sie kein Flachdach vor – und den praktischen Bedürfnissen der Feuerwehrleute am besten meisterten. So sieht ihre Planung einen nach Süden ausgerichteten großen Hof vor, der zu Übungszwecken aber eben auch für Feuerwehrfeste geeignet ist.

Noch nicht entschieden ist, ob hinter der Feuerwache ein Katastrophenschutzlager eingerichtet wird. Alle Entwürfe sehen dafür eine Erweiterungsfläche vor. Radebeul brauche dringend ein solches Lager, betont Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Man prüfe aber derzeit, ob mobile Flutschutzwände, Sandsäcke und dergleichen in einem gemeinsamen Zentrallager mit dem Lagern für die Feste und für Gewerbe untergebracht werden kann. Das würde Kosten sparen, sei ein Neubau für ein Katastrophenschutzlager doch nicht unter einer halben Million Euro zu haben, wie Wendsche sagt.

Alle Wettbewerbsarbeiten können bis 16. November im Technischen Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden.

Von Uwe Hofmann

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