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Umland Närrisches Wochenende rund um Dresden
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11:58 12.02.2018
Ein närrisches Küsschen für den Narren verteilte diese Faschingsbraut in Bad Gottleuba.
Radeburg/Geising/Bad Gottleuba

An diesem Wochenende schlug die Stunde der Narren. Mit Kussfreiheit, närrischem Geplänkel und toller Stimmung trieben es die Karnevalisten auf den Straßen bunt. Viele Faschingsfreunde schmissen sich ebenfalls in Schale und wohnten einem der Karnevalsumzüge in der Region bei.

Einer der größten Volkskarnevale fand in Radeburg statt. Zum 61. Mal feierten Faschings-Krankenschwestern, Prinzenpaare und bunte Jecken gemeinsam die fünfte Jahreszeit. Der Radeburger Umzug gilt seit vielen Jahren als Sachsens größter – mit ca. 70 Umzugsbildern und über 1000 Aktiven. Begleitet wird er von etwa 25 000 Besuchern. Der MDR stellte sogar einen Live-Stream zur Verfügung. Einige 100 000 sahen den Umzug 89 Minuten im Fernsehen. Auch in den folgenden Tagen reißt die Regierung der Narren nicht ab, bis Mitternacht – zwischen Faschingsdienstag und Aschermittwoch – das traditionelle Prinzenpaar entkrönt und der Rathausschlüssel an den Bürgermeister zurückgegeben wird.

Auch in Geisingen wurde die 70. Faschingssaison mit einem großen Faschingsumzug gefeiert. Höhepunkt einer jeden Session des Geisinger Faschings ist neben der Krönung des Prinzen am 11.11. der Karneval­festzug am Sonntag vor Rosenmontag. In diesem Jahr stand der närrische Umzug unter dem Motto „Tierisches Geising“. Zum Schlachtruf der Karnevalisten avancierte schnell „Pitsche - Patsche, Pitsche - Patsche, nass nass nass“, während im Umzug der gesamte Hofstaat aus Elferrat, Faschingspolizei sowie Funkengarde und Minifunken durch den Ort zog, um im beheizten Festzelt am Gründelstadion, Lange Straße 32, weiter zu feiern. Der Ski- und Eisfasching blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon 1948 wurde in Geising das erste Prinzenpaar gekrönt.

Der Karnevalsverein Bad Gottleuba feierte unterdessen seine 65. Saison. Zum Jubiläum war das Motto: „Es kracht und schallt im Zauberwald, der Gottleubaer Karneval wird 65 Jahre alt“. Gemeinsam mit anderen Faschingsvereinen (Cunnersdorf bei Königstein, Lohmen, Hohnstein, Langenhennersdorf, Wehlen, Königstein und Struppen) zogen die Karnevalisten durch den Ort über die Hackebeilstraße bis zum Markt, bevor es den ganzen Weg wieder zurück ging. Insgesamt 30 Bilder waren beim Umzug dabei, 20 Wagen und zehn Vereine. Nach dem Umzug mit rund 300 Teilnehmern und fast 3000 Besuchern stieg die Jubiläumsfeier im Narrenhäusl auf der Königstraße..

Von Carolin Seyffert

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