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Nach Streckensperrung – Deutsche Bahn weist Vorwürfe der Städtebahn zurück

Heidenau/Altenberg Nach Streckensperrung – Deutsche Bahn weist Vorwürfe der Städtebahn zurück

Die Deutsche Bahn hat Vorwürfe der Städtebahn Sachsen zu unterlassener Vegetationspflege an Gleisen der Müglitztalbahn zurückgewiesen. Man habe umgehend gehandelt und die Strecke wieder freigeben können, teilte ein Sprecher mit. Dennoch fährt weiter Ersatzverkehr. Die Lokführer seien verunsichert, begründet die Städtebahn.

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Bei einem Föhnsturm am Dienstag sind drei Triebwagen der Städtebahn auf der Strecke nach Altenberg mit umgestürzten Baumen zusammengestoßen.
 

Quelle: Städtebahn

Heidenau. Die Deutsche Bahn hat Vorwürfe der Städtebahn Sachsen zu unterlassener Vegetationspflege an Gleisen der Müglitztalbahn zurückgewiesen. Ein Bahnsprecher bestätigte zwar, aufgrund eines orkanartigen Sturms mit Windstärke 10 sei es am Dienstag auf der Strecke Heidenau-Altenberg zu Beeinträchtigungen im Schienenverkehr durch umgestürzte Bäume gekommen. „Der Streckenabschnitt musste zeitweise gesperrt werden.“ Die DB Netz AG habe jedoch umgehend gehandelt, so der Sprecher. "Nach der sofortigen Räumung der betroffenen Bereiche“ werde aktuell die Vegetation in einigen Abschnitten unabhängig der Besitzverhältnisse entfernt und Bäume, sich durch den Sturm nicht mehr als standsicher zeigen, gefällt.

Der Bahnsprecher erklärte, auch die Bäume, die in der Vergangenheit auf Triebwagen der Städtebahn gestürzt waren, seien "stets bei Unwettern" und damit "nicht vorhersehbar" entwurzelt worden. Die Städtebahn hatte im Dezember eine Häufung derartige Vorfälle beklagt und der Deutsche Bahn als Infrastrukturbetreiber mangelnde Gehölzpflege vorgeworfen sowie mit juristischen Schritten gedroht. Es sei der Deutschen Bahn aber rechtlich gar nicht möglich, im Vorfeld Gehölze etwa auf Privatgrundstücken vorsorglich entlang ihrer Bahntrassen zu entfernen, so der Sprecher des bundeseigenen Verkehrskonzerns. Man sei weiterhin mit der Städtebahn in Kontakt. Der Vegetationsrückschnitt der DB erfolge derweil "stets unter Berücksichtigung des Natur- und Artenschutzes mit dem obersten Ziel eines sicheren und verlässlichen Bahnbetriebs". Der Rückschnitt erfolge dabei auf mindestens sechs Metern rechts und links der Gleise, so der Sprecher.

Eine Sprecherin der Städtebahn sagte, die Deutsche Bahn habe die Strecke im Abschnitt zwischen Heidenau und Glashütte zwar wieder freigegeben. Man halte die Strecke aber nicht für sicher und fahre deshalb nur einen Busersatzverkehr. Die Städtebahn zitiert auch besorgte Lokführer, ohne diese namentlich zu nennen: „Ich bin sehr verunsichert, nach Altenberg zu fahren. Hinter jeder Kurve erwarte ich einen umgefallenen oder morschen Baum. Die Strecken sind zugewachsen“, soll einer von ihnen gesagt haben. 

Von Lars Müller

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