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Meißner Straße in Radebeul wird frühestens 2018 saniert

Erneute Verschiebung der Großbaustelle Meißner Straße in Radebeul wird frühestens 2018 saniert

Auch in diesem Jahr wird auf der Meißner Straße nicht gebaut. Im Rathaus hat man die Hoffnung zwar noch nicht ganz aufgegeben, die in vielen Abschnitten dringend sanierungsbedürftige Hauptverkehrsader in diesem Jahr angehen zu können. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) winkt man hingegen ab.

Eigentlich hätte die Meißner Straße zwischen Schillerstraße und Eduard-Bilz-Straße schon 2016 saniert werden sollen. Vor 2020 wird daraus wohl nichts.
 

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul.  Auch in diesem Jahr wird auf der Meißner Straße nicht gebaut. Im Rathaus hat man die Hoffnung zwar noch nicht ganz aufgegeben, die in vielen Abschnitten dringend sanierungsbedürftige Hauptverkehrsader in diesem Jahr angehen zu können. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB), die für die Abschnitte, bei denen die Gleise auf der Straße verlaufen, Herren des Verfahrens sind, winkt man hingegen ab. „Wir werden 2018 zwischen der Rennerbergstraße und der Dr.-Külz-Straße bauen“, sagt Andreas Neukirch, der Leiter der Abteilung Planung und Bau bei den DVB. Für die Strecke werde der fertige Planfeststellungsbescheid aus der Landesdirektion (LD) zwar in den nächsten Tagen und Wochen erwartet. Für einen Baubeginn in diesem Jahr sei das jedoch zu spät.

Es ist die nächste von ungezählten Verschiebungen und Verspätungen. Ursprünglich war es geplant, den etwa 6,1 Millionen Euro teuren Abschnitt bereits 2016 gleichzeitig mit einem weiteren, zwischen Schillerstraße und Eduard-Bilz-Straße (Kosten: 5,2 Millionen Euro), zu bauen. Daraus wurde vor allem aus zwei Gründen nichts: Bei dem Abschnitt in Radebeul-Mitte hat sich die Landesdirektion Zeit gelassen. Im Oktober 2014 hatten die DVB die Unterlagen eingereicht, dass zweieinhalb Jahre später noch kein Planrecht besteht, treibt DVB-Chefplaner Neukirch die Sorgenfalten in die Stirn. Zumal auch andere Großprojekte der DVB von derart langen Verfahrensdauern aufgehalten werden. Ein Urteil wolle sich Neukirch nicht erlauben, weil er von der angespannten Personalsituation bei der LD wisse, sagt er.

Der andere Grund ist noch ärgerlicher. Erst im August 2016 konnten die DVB die Planunterlagen für den Abschnitt in Radebeul-Ost einreichen, nachdem die Stadträte sich eine etwa ein Jahr lange, im Kreis verlaufende Diskussion geleistet hatten, an deren Ende sie zähneknirschend das bestätigten mussten, was von vorneherein als einzig gangbare Lösung galt: die Sanierung im Bestand.

Das hat Auswirkungen auf den Bauablauf. An einen gemeinsamen Bau beider Abschnitte sei nicht zu denken, sagt Neukirch. Geplant ist es daher, 2018 zwischen Rennerbergstraße und Dr.-Külz-Straße zu bauen, und dass, sobald es die Witterung zulässt. Bei einem nicht so strengen Winter würde es also bereits im Januar losgehen. Schon jetzt weiß man, dass die Zeit knapp wird, weil die Wasserversorgung und Stadtentwässerung (WSR) für die Verlegungen von neuen Kanälen und Leitungen mit langen Bauzeiten kalkuliert. Im Anschluss fehlt dann für Straßen- und Gleisbau die Zeit. „Es laufen noch Gespräche, wie sich das optimieren lässt“, sagt Neukirch. Eine Winterbaustelle schließt er kategorisch aus.

2019 wäre dann Ruhe, auch um die Fahrgäste nicht mit einer zweijährigen Auszeit der Linie 4 zu verprellen. 2020 könnte dann in Radebeul-Ost gebaut werden, gerade noch rechtzeitig vor Ablauf des Investitionsvertrages, nachdem bis 2021 rund 5,52 Millionen Euro ins Gleisnetz der DVB im Landkreis Meißen fließen sollen. Wie sich der vergangenes Jahr wegen ausbleibender Fördermittel abgeblasene Ausbau der Meißner Straße in Zitzschewig einsortiert, ist derzeit noch unklar.

Der schlechte Zustand der Gleise insbesondere in Radebeul-Ost, wo teilweise nur zehn Stundenkilometer schnell gefahren werden darf, ist nicht die einzige Sorge der DVB. Eigentlich sollten im Sperrschatten der Ausbauten auf der Meißner Straße auch in die Jahre gekommene Fahrleitungsmasten aus DDR-Zeiten von Radebeul-West bis Weinböhla ausgetauscht werden. Rund fünf Millionen Euro werden dafür veranschlagt, wobei auch aufwendige Umbauten am Leitungssystem der Straßenbahn von dem Geld bezahlt werden sollen. „Wir beobachten den Zustand der Masten intensiv“, sagt Neukirch. Sollten Zweifel an der Standfestigkeit von einem von ihnen aufkommen, werde er sofort ausgetauscht. Ansonsten sei geplant, die Masten 2018 zu erneuern und den Sperrschatten der Baustelle auf der Meißner Straße auszunutzen.

Immerhin ein paar Investitionen planen die Verkehrsbetriebe bereits in diesem Jahr in Radebeul. So soll die Haltestelle am Staatsweingut Schloss Wackerbarth für rund 875 000 Euro barrierefrei umgebaut werden. 75 Prozent der Kosten werden mit Fördermitteln vom Freistaat und Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bezahlt. Im Zuge des Ausbaus ist auch die Errichtung einer Fußgängerampel über die Meißner Straße geplant. Weiterhin werden marode Gleise in Coswig und Weinböhla repariert. „Wir wollen die gesamte Strecke zukunftsfest machen“, sagt Chefplaner Neukirch dazu.

Von Uwe Hofmann

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