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Umland Meißner Perlgut-Sekt erntet Lob von Verkostern
Region Umland Meißner Perlgut-Sekt erntet Lob von Verkostern
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09:26 07.04.2017
Winzer und Oenologe Hendrik Weber freut sich über die Anerkennung für seine ersten Sekte. Quelle: Lars Müller
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Meißen

Die Sektmanufaktur Perlgut in Meißen hat zwar erst im Dezember seine ersten Sekte vorgestellt, kann sich allerdings schon über erste Auszeichnungen freuen. Inhaber Hendrik Weber sagt stolz: „Bei der Frühjahrsverkostung des Weinmagazins ‚selection’ wurde unser Riesling Brut des Jahrgangs 2015 mit ‚ausgezeichnet’ bewertet.“ Die zwei weiteren eingereichten Sektkreation aus der jungen sächsischen Sektmanufaktur - der Spätburgunder Blanc de Noir (2014) und der Rosé Brut (2015) - wurden in der Kategorie der „Schaumweinproduzenten des Jahres 2017“ von den Verkostern der Fachjury mit „sehr gut“ bewertet. Es sind die einzigen sächsischen Sekte mit Wertungen in diesem Wettbewerb, wie aus der Übersicht des Verlages hervorgeht.

Der gelernte Winzer und studierte Oenologe Weber fühlt sich nach eigenen Angaben durch die Urteile von Fachleuten bestätigt, „dass der eingeschlagene Weg stimmt“. Zeit zum Zurücklehnen gönnt sich der Sektmacher aber nicht. Bis die letzten Sonnenstrahlen verschwunden sind, steht er derzeit nahezu jeden Abend in seinen Weinbergen, biegt und bindet die Reben an. Tagsüber macht er oft dasselbe als Winzer und Kellermeister im Coswiger Weingut Matyas. Seine Motivation leidet trotzdem nicht. „Demnächst werde ich bereits die nächsten eigenen Sektkreationen anbieten können“, kündigt der 29-jährige Sachse an. Ein spezieller Riesling Brut (2015) ausschließlich aus Trauben vom Königlichen Weinberg in Pillnitz sowie für echte Sektkenner und Sektliebhaber ein Spätburgunder Blanc de Noir brut nature (2014) - ohne die beim Sekt sonst übliche Dosage - sollen das Sortiment der bisher vier Qualitätsschaumweine ergänzen.

Weber bleibt trotz seines ersten Erfolgs bodenständig, bescheiden und damit sich selbst treu. Der Sekt- und Weinfachmann zeigt nicht stets und ständig Präsenz, stellt stattdessen viel lieber seine Sekte in den Mittelpunkt, wenn er diese Verbrauchern und Fachkunden vorstellt. Das kommt augenscheinlich an. Die Resonanz der Kunden, die in den vergangenen Monaten die feinperligen Premierensekte probiert haben, ist vielversprechend. Bestellungen kamen aus ganz Deutschland, sagt er. Und selbst aus Übersee habe sich ein Interessent gemeldet. Inzwischen sei auch die Spitzengastronomie auf Perlgut-Sekte aufmerksam geworden.

Hendrik Weber bewirtschaftet aktuell eine Rebfläche von rund zwei Hektar in Meißen und Radebeul. Für die Sekte nach klassischer Flaschengärmethode werden nur handverlesene sächsische Trauben verarbeitet, die nahezu ausschließlich von eigenen Weinbergen überwiegend in Steillage stammen. „Ich lege besonderen Wert auf naturnahen Anbau der Trauben, auf schonende Pressung und sorgfältigen Ausbau der Sektgrundweine“, betont Weber. Sachsen mit seiner nördlichen Lage sei geradezu optimal für Sekt, das bestätigten auch Fachleute aus anderen deutschen Weinregionen. Optimale Trauben für Sekt benötigen weniger Oechsle-Grade und etwas mehr Säure als Lesegut für Qualitäts- und Prädikatsweine. Die gesamte Produktion vom Rebstock bis zum fertigen Sekt in der Flasche liegt in den Händen des Inhabers der Sektmanufaktur. Ziel ist es, dass jeder Sekt eine Besonderheit ist - die die Lage und das Klima des jeweiligen Jahrgangs widerspiegelt. Um künftig auch direkt in der Sektmanufaktur in Meißen die Sekte den Interessenten vorstellen und verkaufen zu können, baut Weber das alte Gut im Meißner Kapitelholzsteig in nächster Zeit weiter um und aus. Bis dahin werden die Sekte im Weingut Matyas in Coswig und im ausgewählten Fachhandel angeboten.

Von Lars Müller

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