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Meißen und Fellbach erneuern Partnerschaft

Meißen und Fellbach erneuern Partnerschaft

Meißen. Die beiden Städte Meißen und Fellbach in Baden-Württemberg haben im Rathaus der Porzellanstadt ihre 25 Jahre währende Partnerschaft erneuert. Bei der Festveranstaltung zum Jubiläum unterschrieben Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) und sein Fellbacher Amtskollege Christoph Palm (CDU) eine Urkunde, die die Beziehung beider Städte weiter festigen soll.

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Dagmar Berg (l.) aus Diera schenkte beim Weinfest an Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (Mitte) und OB Christoph Palm aus Fellbach aus.

Quelle: Stephan Klingbeil

Dabei soll nicht nur auf dem Gebiet von Kunst und Kultur kooperiert werden, sondern auch in den Bereichen Schule, Vereinsleben und Sport. Eine lebendige Partnerschaft soll es weiter sein, in der die Jugend, etwa bei Austauschen, beteiligt wird.

"Wir können gemeinsam in eine positive Zukunft blicken, weil wir eine Städtepartnerschaft mit festem Fundament haben", sagt Palm. "Unsere Beziehung ist etwas Besonderes." Denn sie sei keines "dieser Zweckbündnisse", die nach der Wende zwischen Städten in Ost und West geschlossen wurden. Ihre Partnerschaft kam noch zu DDR-Zeiten, im Mai 1987, zustande. Sie sei eine der ersten fünf Bündnisse dieser Art zwischen den beiden deutschen Staaten gewesen. "Meißen hat einfach sehr gut zu uns gepasst", erklärt Palm. Die Domstadt habe zu einer der zehn Städte gehört, die Teil dieses deutsch-deutschen Annäherungsprogramms sein sollte, das nach dem Willen auf "höchster Regierungsebene" auf den Weg gebracht worden sei. Fellbach habe damals bereits einen Ruf als aktive Stadt gehabt. Als erste westdeutsche Kommune habe sie eine Partnerschaft mit einer ungarischen Stadt abgeschlossen - 1986 mit Pécs. Der damalige OB Friedrich-Wilhelm Kiel (FDP) wollte die Partnerschaften ausgewogen verteilen. Neben Städten mit Oberhäuptern von CDU und SPD wurde somit auch eine Stadt mit einem Freidemokraten an der Spitze bedacht.

Zum Besuch in Sachsen brachte die schwäbische Delegation damals 1000 Rebstöcke aus Fellbach mit. Rund 25 Jahre später war es nicht nur ein edler Tropfen, mit dem nun neben den japanischen und französischen Festgästen der Meißner Partnerstädte Arita und Vitry auch die Gastgeber selbst bedacht wurden. Denn die Fellbacher hatten sich zudem entschieden, Meißen anlässlich des Jubiläums 30 000 Euro zu schenken.

Das Geld sei der Eigenanteil, den die Domstadt benötige, um das für Meißen kulturhistorisch bedeutende Bild "Der Reichstag zu Augsburg" zu restaurieren. Das 1656 gemalte Bekenntnisbild eines Unbekannten ist in schlechtem Zustand. Laut Stadtmuseumschefin Martina Fischer wird es für etwa 50000 Euro restauriert und in der Franziskanerklosterkirche angebracht. Mitte Oktober reist eine Delegation von der Elbe zum Weinfest "Fellbacher Herbst". Skl

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.09.2012

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