Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeschauer

Navigation:
Google+
Meißen sieht Kita-Planungen durch Weinbau nicht gefährdet

Weinbäuerin äußert Bedenken Meißen sieht Kita-Planungen durch Weinbau nicht gefährdet

Die Stadtverwaltung von Meißen sieht die Pläne für eine neue Kindertagesstätte an der Dresdner Straße durch den nahen Weinberg nicht gefährdet. Zuvor hatte Medienberichten zufolge die Weinbäuerin Anja Fritz Bedenken gegen den Standort geäußert.

Weinbäuerin Anja Fritz hat Bedenken gegen eine Kindertagesstätte unmittelbar unterhalb der Rebflächen des Mariabergs.

Quelle: Archiv

Meißen. Die Stadtverwaltung von Meißen sieht die Pläne für eine neue Kindertagesstätte an der Dresdner Straße durch den nahen Weinberg nicht gefährdet. Eine Stadtsprecherin erklärte: „Wir gehen davon aus, dass nur zugelassene, legale Pflanzenschutzmittel verwendet werden, so dass dahingehend keine Bedenken bestehen.“ Zuvor hatte Medienberichten zufolge die Weinbäuerin Anja Fritz Bedenken gegen den Standort geäußert. Sie soll in einem Schreiben vor Einsatz krebserregender Pflanzenschutzmittel gewarnt haben.

Fritz ist gelernte Fremdsprachensekretärin und keine ausgebildete Winzerin. Tatsächlich sind Pflanzenschutzmittel für den Weinbau nicht unproblematisch, allerdings bei sachgemäßer Anwendung auch keinerlei Gefahr für Nachbarn oder Konsumenten. Eine Abdrift der Mittel auf Nachbargrundstücke, etwa eine Kindertagesstätte, sei gesetzlich sowieso nicht zulässig und muss vom Winzer definitiv verhindert werden. So dürfen Pflanzenschutzarbeiten niemals bei Wind stattfinden.

Nach Recherchen der DNN soll das Rathaus sogar eine Sperrung des Weinbergs in Erwägung gezogen haben, was einer Stadtverwaltung rein rechtlich kaum möglich sein dürfte. Allerdings haben Behörden durchaus die Möglichkeit, die Kompetenz und den Pflanzenschutz von Weinbauern zu überwachen. Inzwischen haben sich die Wogen aber offenbar geglättet: „In einem sehr konstruktiven Gespräch des Oberbürgermeisters gemeinsam mit der SEEG-Geschäftsführung als potenziellem Bauherrn, der betroffenen Winzerin und den künftigen Betreibern wurden zuletzt die unterschiedlichen Anliegen und Vorstellungen aller Beteiligten noch einmal konkret angesprochen“, so die Stadtsprecherin. Es habe „sich dabei gezeigt, dass ein gemeinsamer Weg möglich wäre, der für alle Seiten Vorteile bietet - eine Kita in landschaftlich hervorragender Lage einzurichten und dabei gleichzeitig die Bedingungen zur Betreibung eines Weinbergs weiter zu gewährleisten.“

Gegen die Kita hat auch Winzer Steffen Schabehorn Bedenken geäußert. Der Winzer, der ein Nachbargrundstück besitzt, verweist vor allem auf beengte Platzverhältnisse, dichten Straßenverkehr und fordert den Erhalt eines Parks mit historischen Gehölzen. Die Weinbäuerin Fritz hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt erklärt, Anfragen nicht zu beantworten.

Von Lars Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Umland

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

02.02.2018 - 19:07 Uhr

Nach zwei Niederlagen im Spieljahr 2018 steht die Elf von Uwe Neuhaus schon gewaltig unter Druck: ein Sieg ist dringend notwendig. 

mehr