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Umland Meißen möchte umstrittene Kita am Weinberg nicht mehr bauen
Region Umland Meißen möchte umstrittene Kita am Weinberg nicht mehr bauen
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09:14 28.02.2018
Die beleuchtete Albrechtsburg und die Türme des Doms zu Meißen ragen in den Abendhimmel.   Quelle: Foto: Monika Skolimowska, dpa
Meissen

 Von den Plänen einer Kita am Weinberg hat sich die Stadt Meißen verabschiedet. Sie hat einen Alternativstandort für den Bau der dringend benötigten Kinderbetreuungseinrichtung gefunden – und zwar das Grundstück mit der ehemaligen Kindertagesstätte auf der Mannfeldstraße. „Eine Bauvoranfrage ist gestellt. Die Kita wird voraussichtlich dort errichtet“, sagt OB Olaf Raschke (parteilos). Sowohl der Bauherr, die Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft Meißen mbH (SEEG), als auch der künftige Träger der Einrichtung, die Volkssolidarität, hätten gegen dieses Grundstück nichts einzuwenden.

Zu klein, zu viel Verkehr

„Unser Vorzugsstandort ist dies aber nicht“, stellt Raschke klar. Für den Bau einer neuen Kindertagesstätte für 36 Krippen- und 60 Kindergartenkinder waren bis zu zwölf mögliche Standorte im Stadtgebiet in der Betrachtung gewesen. Zu ihrem Favoriten haben die Domstadt und ihre städtische Wohnungsgesellschaft SEEG ein Grundstück an der Dresdner Straße unterhalb des Mariabergs erklärt.

Als die Kita-Pläne Anfang des Jahres bekannt wurden, gab es heftige Kritik. So war beispielsweise der potenzielle Nachbar, Winzer Steffen Schabehorn, von der Idee nicht begeistert. Gegen eine Kita auf dem parkähnlich gestalteten Areal mit Jahrhunderte alten Buchen und Eiben brachte er mehrere Einwände vor. So ist das Areal aus seiner Sicht zu klein für ausreichend Spielflächen. Zudem forderte er den Erhalt des unter Schutz stehenden Baumbestandes. Außerdem gab er zu bedenken, dass auf der Dresdner Straße viel Verkehr herrsche.

Neue Kita soll 2019 ans Netz gehen

Dagegen hält Stadtoberhaupt Raschke den Standort weiterhin für sehr geeignet. Mit dem geplanten Bau der neuen Verbindungsachse, die Staatsstraße 84, von der Niederwarthaer Brücke über Coswig bis Neusörnewitz und dem Gewerbegebiet Meißen-Ost geht seiner Meinung nach der Verkehr auf der Dresdner Straße zurück. Des Weiteren möchte die Stadt Kitas gern dort errichten, wo Betreuungsplätze benötigt werden und die Eltern kurze Wege haben. Zum Grundstück an der Dresdner Straße hat die SEEG bislang nur eine Bauvoranfrage gestellt. Seither haben sich allerdings Fragen zum Natur- und Denkmalschutz ergeben. „Wir wollen uns nicht ewig lang mit diesen Fragestellungen beschäftigen“, sagt Raschke.

 Da die Zeit drängt – die neue Kita soll bereits in 2019 ans Netz gehen –, haben sich Stadt und SEEG nach einem neuen Standort umgeschaut. Als Alternative kommt jetzt das Areal mit der einstigen Kita auf der Mannfeldstraße in Betracht. „Das Grundstück ist nicht schlecht“,. meint Raschke. Es liege abseits einer Hauptstraße, biete Platz für einen öffentlichen Spielplatz neben dem des Kindergartens und es gebe einen alten Baumbestand, der im Sommer im Außenbereich der Kita Schatten spendet. „Und wir können den alten Baukörper verschwinden lassen“, so Raschke weiter. Nach dem Abriss könnte an der Stelle der alten Kita die neue entstehen.

Von Silvio Kuhnert

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