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Umland Meißen bekommt Mosaik zur Stadtgeschichte
Region Umland Meißen bekommt Mosaik zur Stadtgeschichte
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17:13 12.04.2018
Die beleuchtete Albrechtsburg, der Dom zu Meißen und Wohnhäuser der Altstadt spiegeln sich am Abend in der Elbe. Quelle: Monika Skolimowska, dpa
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MEISSEN

Ein Mosaik zur Stadtgeschichte soll künftig die Fußgängerpassage zwischen Neugasse und Neumarkt in Meißen zieren. Das hat die Jury des Gestaltungswettbewerbs „Kunst im öffentlichen Raum“ jetzt entschieden. Da die Wände im dem überdachten Durchgang, der eine wichtig Verbindung zwischen dem S-Bahn Haltepunkt Altstadt sowie dem Meißner Stadtzentrum darstellt, recht trist und grau wirken, bat das Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur gemeinsam mit der Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft (SEEG) im Spätsommer vorigen Jahres um Vorschläge zu einer künstlerischen Gestaltung. 15 Künstler reichten Ideen ein, fünf Entwürfe schafften es in die Endrunde. Die Wettbewerbsjury hat nun den Gewinner gekürt. Es ist die Künstlergruppe „fehlformat“ aus Berlin. Sie erhält 20000 Euro zur Umsetzung ihrer Gestaltungsidee.

Der Vorschlag sieht wie folgt aus: Ein Zeitstrahl folgt der Stadtgeschichte Meißens von der Gründung bis zur Moderne. Illustriert wird er mit stadttypischen Motiven wie einem Stadtplan aus der Gründerzeitphase, dem Dom zu Meißen, der Tradition des Weinanbaus und dem Meißener Porzellan. Gestaltungselemente sind neben Malerei auch Fliesen- und Porzellanmosaiken. Die Farbgebung soll in Anlehnung an das weltberühmte Meißner Porzellan in weiß und blau gehalten werden. Kleine Texte vermitteln zudem wissenswertes rund um die einzelnen Themen. Die Umsetzung des Kunstprojektes soll im Spätsommer dieses Jahres erfolgen und wird mit Mitteln aus der Städtebauförderung unterstützt.

Bei der Gruppe „fehlformat“ handelt es sich um die freischaffenden bildenden Künstler Robert Czolkoß, Christoph Rode, Philipp Eichhorn, Christian Hinz und Hanna Müller-Kaempffer, die sich mit Malerei, Drucktechniken, Fotografie, Skulptur, Intervention, Kunst am Bau und konzeptuellen Ansätzen beschäftigen. Für die Deutsche Bahn haben sie großflächige Gestaltungen am Hauptbahnhof in Halle vorgenommen. An mehreren Häuserfassaden in Berlin sind ihre Kunstwerke ebenso zu sehen wie in den Innenräumen des Diakonie-Zentrums in Kassel.

Jedes Jahr soll ein weiterer Wettbewerb folgen, um dauerhafte Kunstwerke in der Domstadt zu installieren.

Von Silvio Kuhnert

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