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Meißen baute alte Schwimmhalle zu Athletikhalle um

Vereinssport Meißen baute alte Schwimmhalle zu Athletikhalle um

Wo in Meißen bis 1999 die Einwohner noch schwammen, können jetzt Gewichtheber und Kickboxer trainieren. Die alte Schwimmhalle wurde in eine moderne Übungs- und Wettkampfstätte verwandelt.

Im einstigen Schwimmbecken findet Elija Cyron gemeinsam mit den Gewichthebern des Athletikclubs Meißen jetzt moderne Trainingsbedingungen im Kraftraum vor.

Quelle: Silvio Kuhnert

Meißen. Die alte Schwimmhalle in Meißen ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Nach rund einem Jahr Bauzeit hat sie sich in eine neue Trainings- und Turnierhalle verwandelt. „Früher waren wir hier schwimmen“, erinnerte sich OB Olaf Rachke (parteilos), jetzt finden die rund 130 Mitglieder des Athletikclubs Meißen sowie der Wado-Ryu Karate-Do Meißen e.V. dort moderne Übungs- und Wettkampfbedingungen vor.

Mit der Eröffnung des Freizeitbades „Wellenspiel“ im Jahr 1999 hatte die alte Schwimmhalle an der Goethestraße nach 30 Jahren Betrieb ausgedient. Sie wurde geschlossen und stand seither leer. Da eine hohe Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten im Freizeitsportbereich in der Domstadt besteht und die nicht weit entfernte Vereinshalle des Athletikclubs nicht mehr im besten Zustand ist, entschied sich die Stadt, die Schwimmhalle wieder einer Nutzung zuzuführen. Als Anbau befindet sich gleich daneben die 2013 eröffnete Zweifeldhalle. Auf dem Sportareal „Heiliger Grund“ liegt zudem die vom Verein Aikido Dojo Meissen selbst finanzierte Aikidohalle. So lag es nahe, aus dem einstigen Schwimmbecken einen Athletikbereich zu machen.

Zunächst wurde das Becken zugeschüttet. Doch da bemerkte die Verwaltung: „Die Fläche ist zu klein, sie reicht nicht“, berichtete Raschke bei einem Rundgang durch das umgebaute Hallengebäude. So kam die Idee, zwei Ebenen zu schaffen. Das Becken wurde wieder aufgegraben und eine Decke eingezogen. Unter ihr ist ein großer Raum entstanden, wo Kraftsportler und Gewichtheber trainieren können. Auf der Zwischendecke steht eine multifunktionale Fläche bereit, die diverse Vereine für sportliche Aktivitäten nutzen und wo Veranstaltungen stattfinden können.

Im Giebelbereich wurde eine Bühne aufgebaut. Dort stemmen Heber künftig bei Wettkämpfen die Gewichte – so beispielsweise beim Gewichtheberturnier „Pokal der Blauen Schwerter“ am 12. Mai dieses Jahres. Von 380 Sitzplätzen aus können die Zuschauer das Wettkampfgeschehen verfolgen. Die Bühne kann auch als Boxring für Meißens Kickboxer umfunktioniert werden.

„Es ist ein neuer Bau entstanden, der das Vereinsleben voranbringt“, meint Stadtoberhaupt Raschke. Denn neben Trainingsräumen und dem obligatorischen Umkleide- und Sanitärtrakt gibt es in der alten Schwimmhalle jetzt ein Vereinsraum und eine Sauna. Rund 1,7 Millionen Euro hat der Umbau gekostet. Der Freistaat gab einen Zuschuss von über 623000 Euro. Die Arbeiten konzentrierten sich vor allem auf den Innenbereich. Denn Fassade und Dach wurden bereits während des Baus der Zweifeldhalle im Jahr 2012 saniert.

In den nächsten Wochen steht der Umzug des Athletikclubs Meißen an. Mit einem Wettkampf gegen die Gewichtheber der TSG Rodewisch möchte der Verein sein neues Domizil Anfang April einweihen. Für die benachbarte alte Athletikhalle hat die Stadtverwaltung noch keine konkrete Nutzungsidee. Eine Sanierung ist mit einem immensen Aufwand verbunden und kommt daher nicht infrage. „Der Abriss ist die letzte Option“, so Raschke. Er zeigt sich offen für Vorschläge und Ideen von Vereinen.

Von Silvio Kuhnert

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