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Meißen arbeitet an barrierefreien Weg

Panorama-Lift macht weiter Sorgen Meißen arbeitet an barrierefreien Weg

Neben dem Panorama-Lift soll ein Weg aus Granitplatten einen barrierefreien Zugang zur Albrechtsburg und dem Meißner Dom ermöglichen. Der Bauausschuss der Stadt muss dazu eine Grundsatzentscheidung treffen. Derweil bleibt der Aufzug weiterhin das Sorgen. Am Freitag war er schon wieder kaputt.

Für einen barrierefreien Weg auf dem Domplatz in Meißen sind Granitplatten der Favorit. Eine Probefläche wurde am Kornhaus angelegt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Meissen. Der Panorama-Aufzug zur Albrechtsburg bleibt das Sorgenkind der Stadt Meißen. Nach der planmäßigen Wartung am Mittwochvormittag war er am Freitag schon wieder außer Betrieb. „Heute musste ein Defekt an der Rolle repariert werden“, teilte Stadtsprecherin Katharina Reso auf DNN-Anfrage mit.

Seit dem Jahr 2011 gibt es den Lift am Burgberg. Und seither hat er immer wieder wegen Funktionsstörungen für Schlagzeilen gesorgt – so erst zu Beginn dieses Jahres. Im Winter stand er über mehrere Wochen still. „Nach einer Häufung von Störungsfällen im Januar wurde der Aufzug von 2. Februar bis 9. März außer Betrieb genommen, um den Fehlerursachen auf den Grund zu gehen und diese zu beheben“, berichtete Reso. Seit der Wiederinbetriebnahme war der Aufzug einschließlich Freitag dreimal defekt.

Die Außerbetriebsetzung Anfang Februar hatte OB Olaf Raschke (parteilos) angeordnet. An jenem Tag wurde eine Person im Aufzug eingeschlossen, die befreit werden musste. Es war nicht das erste Mal. Probleme macht vor allem die Elektronik der Tür an der Bergstation.

Seit der Wiederinbetriebnahme gibt es in der Aufzugskabine einen Rückholknopf. Wenn ein Fahrgast wieder stecken bleiben sollte, muss er nur auf den Knopf drücken. Daraufhin erhalten die Mitarbeiter im Kassenhäuschen an der Talstation ein Signal und sie holen mit dem eigentlichen Rückholknopf den Lift wieder nach unten. Die Auffahrt vom Parkplatz an der Meisastraße hinauf auf den Burgberg ist gebührenpflichtig, die Talfahrt ist kostenfrei.

Grund für die wiederkehrenden Störungen: Die empfindliche Technik des Lifts sei nicht überdacht, wie Reso informierte. Eine dauerhafte Lösung ist jetzt in Arbeit. Die Stadt plant die Bergstation einzuhausen. Wie eine Überdachung aussehen könnte, wird derzeit mit dem Denkmalschutzamt beraten.

Der Aufzug überbrückt 33 Höhenmeter und soll Menschen mit Handicap einen barrierefreien Besuch von Burg und Dom ermöglichen. An der Bergstation angekommen stehen Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollator sowie junge Eltern mit Kinderwagen und Damen mit hohen Schuhabsätzen jedoch vor einer ernsthaften Herausforderung: das holprige Pflaster mit tiefen Fugen auf dem Domplatz. Gemeinsam mit der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) feilt die Domstadt an einer Lösung. Der Bauausschuss soll dazu am kommenden Mittwoch eine Grundsatzentscheidung über einen barrierefreien Weg treffen.

Im August wurden auf dem Areal zwischen Kornhaus und Albrechtsburg sechs Probeflächen mit unterschiedlicher Pflasterung und Verfugung angelegt. Nach einer Begutachtung am 29. August kristallisierten sich Granitplatten als Favorit heraus. Die Platten am Domplatz sollen entlang der Gebäude verlaufen und zwei Meter breit sein. Mit dem Beschluss wird erst einmal nur über das Aussehen des Weges entschieden. Realisierung und Finanzierung sind noch nicht Gegenstand der Grundsatzentscheidung.

Von Silvio Kuhnert

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