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Meißen: Angeklagter vermöbelte nach Sauforgie Lebensgefährtin

Drei Tage Prügel Meißen: Angeklagter vermöbelte nach Sauforgie Lebensgefährtin

Hassliebe ist das, was Christoph D. und Nadine S.verbindet. Sind beide nüchtern und clean mögen sie sich sehr. Sind sie aber zugekifft oder betrunken – und das waren sie jahrelang regelmäßig - fliegen die Fetzen und dann langt der 31-Jährige auch gern mal hin und schlägt auf sie ein. Im August eskalierte die Situation einmal mehr.

Meißen: Angeklagter vermöbelte nach Sauforgie Lebensgefährtin

Quelle: dpa

Meißen. Hassliebe ist das, was Christoph D. und Nadine S.verbindet. Sind beide nüchtern und clean mögen sie sich sehr, das sah man sogar im Gerichtssaal. Sind sie aber zugekifft oder betrunken – und das waren sie jahrelang regelmäßig - fliegen die Fetzen und dann langt der 31-Jährige auch gern mal hin und schlägt auf sie ein. 2015 wurde er deshalb verurteilt und landete im Gefängnis. Allerding können die beiden nicht miteinander leben aber auch nicht ohneeinander. Während er in Haft saß, suchte sie erneut den Kontakt zu ihm, beide zogen wieder zusammen, wollten sogar heiraten. Den Hochzeitstermin sagte sie kurzfristig wieder ab.

Denn Ruhe zog in ihre Wohnung in Meißen nicht ein, täglich wurde gebechert, da stand sie ihm nicht nach - ein Flasche Schnaps pro Person, dazu noch einige Bier pro Tag waren die Norm – dann wurde gestritten. Im August dieses Jahres eskalierte die Situation. Innerhalb weniger Tage prügelte er dreimal auf die 31-Jährige ein - am 12. August mit der Faust auf die Nase und das Auge, zwei Tage später mit einer Krücke und am 17. August schlug er ihr mit der Faust auf die vorherigen Verletzungen. Wenn es nicht so tragisch wäre könnte man fast darüber lachen: Da sitzt ein Pärchen auf der Couch, beide verletzt. Er hat einen Schlüsselbeinbruch, sie sitzt daneben mit einer Gehhilfe wegen eines gebrochenen Sprunggelenks. Beiden geht es nicht gut, beide haben Schmerzen. Aber sie saufen wie die Löcher und streiten sich über Belanglosigkeiten, er wird aggressiv, sie tritt ihm gegen das frisch operierte Schlüsselbein, er rastet aus und verdrischt sie ganz übel mit der Krücke – sie hatte am ganzen Körper Hämatome und Prellungen und noch heute Schmerzen.

„Es tut mir leid, es hätte nicht passieren dürfen. Ich weiß, dass du dich nicht bei mir entschuldigen musst, aber ich auch nicht bei dir. Es hätte viel eher zu Ende sein müssen“, sagte Christoph D. in Richtung Nadine S. Da hat er wohl recht, beide sollten sich nicht wieder über den Weg laufen.„Wenn man schon nicht von Drogen und Alkohol loskommt, sollte man wenigstens von einander loskommen“, brachte es sein Verteidiger auf den Punkt. Der Angeklagte hat das wohl erkannt und sich zur Entgiftung angemeldet. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er muss eine Entgiftung machen, sich um eine Therapie kümmern, und 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Von Monika Löffler

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